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Babenhausen

19.12.2020

Risse in der Schlossmauer: Fußweg in Babenhausen gesperrt

An der südwestlichen Ecke der Babenhauser Schlossmauer nagt der Zahn der Zeit. Mit einer Notmaßnahme musste sie gesichert werden. Seither ist der Weg entlang der Schlossmauer gesperrt.
Bild: Tom Otto

Plus Warum der Schlossmauerweg in Babenhausen wohl auch dauerhaft gesperrt bleiben wird.

Wer in Babenhausen zu Fuß vom unteren in den oberen Markt unterwegs war und dem Lärm der B 300 entgehen wollte, dem stand bisher eine idyllische Alternative zur Verfügung. Vom Rathaus oder der Rechbergstraße aus konnte man den Fußweg entlang der alten Schlossmauer nehmen. Hier bot sich zu jeder Jahreszeit an der westlichen und südlichen Mauer ein beschaulicher Blick vom Schlossberg auf den unteren Markt. Mit dieser kleinen „Alltagsflucht“ ist nun vorerst Schluss.

Die Verwaltung des Fuggerschlosses hat eine akute Standsicherheitsgefährdung an der Schlossmauer festgestellt. An der südwestlichen Ecke zeichneten sich deutliche Risse ab und der Putz brach bereits weg. Die Mauer musste im Sinne der Verkehrssicherungspflicht kurzfristig gesichert werden. Seitdem sorgt ein aus dicken Balken und Spanngurten bestehendes Gerüst dafür, dass die Mauer nicht weiter beschädigt wird. Deshalb musste auch der Weg entlang der Schlossmauer gesperrt werden.

Wie die Fuggersche Zentralverwaltung mitteilt, stehen nun weitere Abstimmungen mit dem Denkmalamt an. Klar sei jedoch, dass sich die Sanierung der Schlossmauer nicht auf diesen lokalen Teil an der Südwestecke beschränken, sondern eine größere Baustelle nach sich ziehen werde. Angesichts der derzeitigen Baumaßnahmen auf dem Schlossareal sei die Instandsetzung der Mauer als zusätzliches Projekt momentan nicht möglich. Das bedeute jedoch auch, dass der schöne Schlossmauerweg auf unbestimmte Zeit gesperrt bleiben müsse. Wie berichtet, wird aktuell ein Teil des sogenannten Langschlosses saniert. Die Vorbereitungen für den Umbau der Ökonomiegebäude zur Kita laufen.

Auch der Schlossgraben ist aktuell nicht passierbar: Grund sind Abriss- und Sanierungsarbeiten.
Bild: Fritz Settele

Ebenfalls blockiert ist deshalb der Schlossgraben, der von der Fürst-Fugger-Straße aus auf das Areal führt. Ein Banner verspricht, das hinter dem Bauzaun „Platz für Neues!“ entsteht. So erfolgten inzwischen beispielsweise Abrissarbeiten am ehemaligen Bräustüble. (mit fs)

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