Newsticker

Zahl der Corona-Neuinfektionen erreicht höchsten Wert seit April
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Sanierung des Herrenstetter Kirchenhangs wird teurer

Herrenstetten

08.02.2020

Sanierung des Herrenstetter Kirchenhangs wird teurer

Der Hang, auf dem die Herrenstetter Kirche steht, muss saniert werden. Doch es tauchen immer wieder Schwierigkeiten für das Projekt auf.
Bild: Armin Schmid

Seit 24 Jahren ist dieser Hang Thema im Altenstadter Markrat. Er muss stabilisiert werden. Nun könnten die Arbeiten bald beginnen.

Der Kirchenhang in Herrenstetten soll abgesichert werden. Doch das Vorhaben steht immer wieder vor neuen Herausforderungen. Seit 24 Jahren steht diese Maßnahme laut Bürgermeister Wolfgang Höß schon zur Umsetzung an. Derzeit steht die Finanzierung wieder im Fokus.

2017 lag die Kostenberechnung zuletzt bei rund 1,1 Millionen Euro. Nun gibt es neue Pläne. Damit ist das Vorhaben deutlich teurer geworden. Nun steht eine Summe von 1,57 Millionen Euro im Raum. Zunächst muss der Hang, auf dem Kirche und Friedhof stehen, stabilisiert werden. Dann können auch die bereits massiven Schäden an der Friedhofsmauer repariert werden. Planer Ludwig Schegk erläuterte, dass die Neuplanung aufgrund der Interventionen des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege erforderlich wurden. Die Behörde hatte den Hang unterhalb der Pfarrkirche als Bodendenkmal eingestuft. Daraus resultierte die Befürchtung des Denkmalpflegeamts, dass massive Stützmauern und Bauarbeiten im Boden des Kirchhanges zu Schäden führen könnten. Dass der Hang tatsächlich ein Bodendenkmal ist, sei laut Bürgermeister Höß bislang nicht erwiesen. Bei entsprechenden Funden würde allerdings ein denkmalpflegerischer Mehraufwand entstehen. Letztlich habe man sich zu einer Neuplanung entschieden, die nur noch minimale Eingriffe ins Erdreich erfordere: Die Stützmauer am Fuß des Hangs soll rund zwei Meter hoch werden. Zur Stabilisierung werden Bohrpfähle im Hang verankert, außerdem werden im Hang Natursteinmauerbereiche eingebaut. Die Kosten erhöhen sich insgesamt um 445000 Euro. 270000 Euro davon entfallen laut Schegk auf die neue Baukonstruktion. Die restlichen 175000 Euro werden durch eine fünfzehnprozentige Baukostensteigerung innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre verursacht.

So verteilen sich die Kosten des Projekts

Die Baumaßnahme wird in zwei Abschnitte geteilt. Die Hangsicherung mit neuem Treppenaufgang soll rund 1,3 Millionen Euro in Anspruch nehmen. Die Hälfte davon übernimmt die Marktgemeinde, die dafür auch eine Förderung in Höhe von rund 238000 Euro erhält. Letztlich würde der gemeindliche Kostenanteil bei rund 412000 Euro liegen. Die übrigen 650000 Euro müsste die Diözese Augsburg übernehmen.

Sanierung des Herrenstetter Kirchenhangs wird teurer

Der zweite Bauabschnitt umfasst die Bauarbeiten innerhalb der Friedhofsmauer. Dabei sollen Kosten von etwa 262000 Euro anfallen. Dieser Betrag geht ebenfalls zulasten der Diözese Augsburg. Das Ratsgremium befürwortete allerdings einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent und maximal 27000 Euro für den zweiten Abschnitt. Der Bürgermeister betonte, dass man den Vorschlag für die Vertragsanpassung an die Diözese weiterleiten wird. Danach wird der Marktrat darüber entscheiden. „Wir haben alles Erdenkliche getan, um das Projekt nach jahrzehntelanger Diskussion zum Abschluss zu bringen“, betonte Höß. „Sollte die Diözese nicht zustimmen, stirbt es“.

Und die Zeit für eine Entscheidung drängt. Denn soll heuer gebaut werden, müssen die Bäume am Kirchhang noch im Frühjahr gefällt werden. Im Sommer soll die Ausschreibung stattfinden und im Herbst dann die Hangsicherung beginnen.

Lesen Sie hier mehr Nachrichten aus Altenstadt und Umgebung:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren