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Polizei

21.07.2020

Sicherheitswacht hat neue Mitglieder

Sieben Frauen und Männer wurden zu neuen Mitgliedern der Sicherheitswacht im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West ernannt. Das Bild zeigt sie mit Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder, Polizeivizepräsident Guido Limmer und weiteren Vertretern der Polizei.
Bild: A. Wehr/Pressestelle Stadt Memmingen

Sieben Männer und Frauen haben ihr Ehrenamt angetreten. Welche Aufgaben sie haben

Sieben neue ehrenamtliche Mitglieder der Sicherheitswacht im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West haben im Memminger Rathaus ihren Dienst angetreten. Dazu gehören auch die Mitglieder der Babenhauser Sicherheitswacht, welche gegründet wird: Ayhan Celik, Andrè Jacobi und Silvi Mestwerdt.

Die Ernennungsurkunden erhielten die neuen Mitglieder der Sicherheitswachten Babenhausen, Memmingen und Bad Wörishofen aus den Händen des Polizeivizepräsidenten Guido Limmer. „Die Sicherheitswacht ist ein bewährter Bestandteil im Sicherheitsgefüge der Kommunen“, betonte er laut einer Pressemitteilung. Der Memminger Oberbürgermeister Manfred Schilder sagte: „Für Sicherheit und Ordnung einzutreten, ist kein Zuckerschlecken. Sie brauchen sicher manchmal ein dickes Fell und viel Fingerspitzengefühl. Ich danke Ihnen für Ihren wichtigen Dienst.“

Frauen und Männer, die sich in der Sicherheitswacht engagieren wollen, werden in 40 Unterrichtseinheiten ausgebildet. Die Themen reichen von Strafrecht, Eingriffsrecht, Dienstrecht, praktischem Einschreiten bis hin zu Auftreten in der Öffentlichkeit und interkultureller Kompetenz. Sie legen eine Prüfung ab und werden regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen. Geleitet wird die Ausbildung von Jochen Glaser, Erster Polizeihauptkommissar bei der Polizeiinspektion Memmingen.

Was gehört zu den Aufgaben der Frauen und Männer der Sicherheitswacht, wenn sie auf Fußstreife unterwegs sind? „Sie nehmen wahr, was in der Stadt geschieht, in Grünanlagen, Wohngebieten, auf Straßen und Plätzen, wo etwa Müll, Lärm oder unangebrachtes Verhalten stören“, erläuterte Polizeivizepräsident Limmer. Es gehe darum, Ansprechpartner für die Bürger zu sein, zu helfen, Zivilcourage zu zeigen und niederschwellig Fehlverhalten anzusprechen, ohne dass gleich die Polizei eingeschaltet werden müsse. Die Sicherheitswacht kümmere sich um Angelegenheiten, die keine Straftaten sind.

Aus Limmers Sicht handelt es sich um einen „wahnsinnig wertvollen Dienst, der die Arbeit der Polizei unterstützt“. Die Mitglieder der Sicherheitswacht sind somit Ansprechpartner und dienen als Bindeglied zur Polizei. Bei Präventionsveranstaltungen unterstützen sie die Beamten. Bayernweit gibt es 134 Sicherheitswachten mit insgesamt rund 1200 Mitgliedern, die in 173 Kommunen engagiert sind (Stand Dezember 2019). Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, das auch die Landkreise Unterallgäu und Neu-Ulm umfasst, gibt es 13 Sicherheitswachten, in denen mehr als 150 Mitglieder im vergangenen Jahr 18000 Einsatzstunden geleistet haben. Von Januar bis Juli 2020 kamen bayernweit nochmals 90 Mitglieder hinzu. Die Sicherheitswachten sind mittlerweile in 176 Kommunen vertreten. (az)

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