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Weißenhorn

31.08.2020

So will der neue Eigentümer von Omnibus Oster die Linie 78 stärken

Nach und nach wird der Name Karl Oster von den Linienbussen verschwinden. BBS Brandner Bus Schwaben hat das Weißenhorner Unternehmen gekauft.
Bild: Alexander Kaya

Plus BBS Brandner Bus Schwaben hat den Weißenhorner Betrieb übernommen. Die Strecke Ulm - Weißenhorn hat aus Sicht des Geschäftsführers ein großes Potenzial.

Die ersten Gespräche wurden bereits im März 2019 geführt, nun ist der Deal offiziell besiegelt: Die Firma Omnibus Oster aus Weißenhorn gehört jetzt zu BBS Brandner Bus Schwaben. Für einen siebenstelligen Betrag hat Firmeninhaber Karl-Heinz Oster den Betrieb an das Krumbacher Busunternehmen verkauft, alle rund 20 Mitarbeiter, der Fuhrpark und das Betriebsgelände in Weißenhorn samt technischer Ausstattung werden übernommen.

BBS-Geschäftsführer Josef Brandner betont im Gespräch mit unserer Redaktion: „Wir brauchen die Mitarbeiter auch, um die Leistung anbieten zu können.“ Busse mit der Aufschrift „Karl Oster“, die nach und nach mit dem gelben BBS-Logo versehen werden, fahren auf einer der wichtigsten Linien im Landkreis Neu-Ulm. Die 78 verkehrt zwischen Weißenhorn und dem Ulmer Hauptbahnhof, sie bedient dabei auch Pfaffenhofen, Holzheim, Finningen und Neu-Ulm.

BBS-Geschäftsführer Josef Brandner betont, dass alle Mitarbeiter von Oster gebraucht werden, um die Leistung im Nahverkehr anbieten zu können.
Bild: Bernhard Weizenegger

Maßgeblich für den Verkauf war eine fehlende familieninterne Nachfolge für Firmeninhaber Karl-Heinz Oster, wie es in einer Mitteilung von BBS Brandner heißt. Näheres dazu war am Dienstag bei Omnibus Oster nicht zu erfahren, der bisherige Firmenchef ist im Urlaub.

Mit der Linie 78, so teilt der neue Firmenchef Josef Brandner mit, habe sein Unternehmen die Möglichkeit, eine der „Premium-Linien“ im Kreis Neu-Ulm weiter zu entwickeln. BBS wolle diese wichtige Verkehrsachse durch das Rothtal nicht nur sichern, sondern bei entsprechender Fahrgastnachfrage auch weiter ausbauen. Vorsichtig geschätzt habe die Linie aktuell zwischen 800 und 1000 Fahrgäste am Tag, sagt Brandner. Nicht nur er, sondern auch der Verkehrsverbund Ding sei aber der Ansicht, dass die Linie noch Potenzial hätte. „Das wollen wir gemeinsam heben.“

Konkret heißt das: Mit einer verlässlichen Leistung will BBS noch mehr Menschen entlang der Buslinie zum Einsteigen bewegen. Wenn das gelingen sollte und tatsächlich Mehreinnahmen erzeugt werden, dann wolle man das Leistungsangebot auch erhöhen, kündigt der Geschäftsführer an. Denkbar wären zum Beispiel zusätzliche Fahrten auf der Linie 78.

BBS Brandner Bus Schwaben hat mehr als 500 Mitarbeiter

Zunächst steht aber eine Modernisierung der Bordtechnik der 17 übernommenen Oster-Busse an: Alle Fahrzeuge erhalten ein modernes Telematiksystem und werden in die Echtzeit-Fahrgastinformation des Freistaats Bayern eingebunden, damit der Fahrgast zum Beispiel über eine Handy-App sehen kann, wo sich ein Bus aktuell befindet. „Neben der bewährten Einsatzleitung vor Ort werden zukünftig alle Fahrzeuge der Firma Oster über die Leitstelle von BBS geführt, um ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit zu bieten“, teilt Brandner mit. BBS investiert nach eigenen Angaben auch in die Fahrzeuge und das Fahrpersonal: „Nach einem gründlichen Check-up der Fahrzeuge und einer ersten Fahrerschulung freuen wir uns auf den Schulbeginn“, sagt Marcus Bindl, Bereichsleiter bei BBS. Dabei komme auch ein Hygienekonzept zum Einsatz, um den Aufenthalt in den Fahrzeugen möglichst sauber und angenehm zu gestalten.

Mit insgesamt etwa 350 großen und kleinen Bussen, mehr als 500 Mitarbeitern und sieben Betriebsstandorten in der Region zählt BBS Brandner Bus Schwaben zu den großen lokalen Busunternehmen. „Als gestandener Mittelständler sind wir solide aufgestellt“, sagt der Geschäftsführer. „Anders wäre die Transaktion mit Oster in der Coronazeit gar nicht möglich gewesen.“

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