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Illertissen

21.11.2020

Statt einem Wunschbaum gibt es in Illertissen diesmal mehrere Wunschbäumchen

Liane Springer hat im Büro der Offenen Behindertenarbeit das Wunschbäumchen bereits aufgestellt.
Bild: Springer

Plus Menschen mit Behinderungen sollen trotz der Corona-Einschränkungen Geschenke bekommen können. Die Aktion in Illertissen läuft etwas anders als in den Vorjahren.

Viele Wünsche werden im Corona-Jahr nicht in Erfüllung gehen. Die Weihnachtswünsche von Menschen mit Behinderungen aus dem Raum Illertissen sollen aber nicht darunter fallen: Die Offene Behindertenarbeit des Dominikus-Ringeisen-Werks hat sich deswegen eine Möglichkeit überlegt, wie die jährliche Wunschbaumaktion trotz der Einschränkungen stattfinden kann.

Bereits zum siebten Mal findet die Aktion statt, bei der Menschen mit Behinderungen beispielsweise aus dem ambulant betreuten Wohnen, Kinder aus der Schulbegleitung, Menschen aus dem Wohnheim oder Mitarbeiter der Werkstatt für Menschen mit Behinderung kleine Weihnachtswünsche auf Karten schreiben können. „Das sind alles Dinge, die maximal 20 Euro kosten“, sagt Liane Springer, die Leiterin der Offenen Behindertenarbeit im Landkreis Neu-Ulm. Spiele können es sein, eine bestimmte CD – manchmal stehen auch Malutensilien auf dem Wunschzettel.

Ein Wunschbaum im Bürgerbüro - das geht dieses Jahr nicht

In den früheren Jahren hingen die Karten mit den Wünschen dann an einem Baum im Bürgerbüro der Stadt – wer wollte, konnte sich dort einen der Wünsche „pflücken“ und das entsprechende Geschenk kaufen. Doch das Bürgerbüro muss – wie der Rest des Rathauses – momentan für den normalen Besuchsverkehr geschlossen bleiben, nur nach Anmeldung darf man dort derzeit hinein. „Wir haben uns deshalb überlegt, dass wir drei Standorte anbieten, wo die Wünsche abgeholt werden können“, erklärt Liane Springer. Im Büro der Offenen Behindertenarbeit in der Gustav-Stresemann-Straße 1a, im Eine-Welt-Laden sowie in der Teegalerie Illertissen werden ab Montag die Ersatz-Wunschbäumchen stehen. „Jeder kann sich dort einen Wunsch aussuchen, den er gerne erfüllen möchte.“ Interessierten „Wunscherfüllern“ können alternativ auch Wunschzettel zugeschickt werden, wenn sie nicht außer Haus gehen wollen, um einen Wunschzettel abzuholen.

Die Mitarbeiter der Behindertenarbeit spielen dieses Jahr Weihnachtsengel

Normalerweise ist auch die Übergabe der Geschenke eine schöne und feierliche Angelegenheit: In der Illertisser Schranne treffen Schenkende und Beschenkte, Menschen mit und ohne Behinderung aufeinander, um in einem festlichen Rahmen mit Musik ein wenig vorweihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen. Auch das verhindert Corona in diesem Jahr. Stattdessen sind die Spender jetzt dazu aufgerufen, die gekauften Geschenke in der Woche vom 14. bis 18. Dezember, täglich von 8 bis 17 Uhr im Büro der Offenen Behindertenarbeit abzugeben. Zumindest hier soll ein bisschen Weihnachtsvorfreude aufkommen, verspricht Liane Springer: „Wir richten einen Raum schön her und stehen auch für Gespräche zur Verfügung.“ In der Woche vor Heiligabend spielen die Mitarbeiter dann Weihnachtsengel und liefern die Geschenke bei den Menschen ab, die sie sich gewünscht haben. Was sich Liane Springer wünscht: dass möglichst alle Wünsche am Wunschbaum auch erfüllt werden.

Weitere Informationen zur Aktion gibt es bei Liane Springer, Telefonnummer 07303/9034055.

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