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Bürgerversammlung

07.04.2011

Tiefbrunnen zugewachsen

Artur Seidl

II Diskussion um alternative Quellfassung

Kettershausen Zu einem angeregten Meinungsaustausch führte in der Bürgerversammlung das Vorhaben der Gemeinde, Quellflächen in Bebenhausen zu erschließen. Hintergrund: Die wasserrechtliche Erlaubnis des jetzigen, 1991 gebauten Tiefbrunnens läuft heuer aus. Wie Ratsmitglied Artur Seidl erläuterte, sind nach 20 Jahren erfahrungsgemäß in Tiefbrunnen und in den Brunnenfilterrohren Wurzelgeflechte eingewachsen, die unter anderem auch zu einer Keimbelastung führen können.

Vom Gesundheitsamt war nun die Auflage gekommen, den Brunnen zu regenerieren und mit einer vorherigen Kamerabefahrung den aktuellen Stand zu ermitteln. Diese Aufgabe werde mehrere Tage in Anspruch nehmen. Dies hätte zur Folge, dass Kettershausen und seine Ortsteile in dieser Zeit ohne „zweites Standbein auf dem Trockenen sitzen würde“, da es nur einen Brunnen für die örtliche Wasserversorgung gibt. „Wir wissen nicht, wie lange noch Wasser dem Brunnenfilter zufließt“ betonte Seidl und sprach dieser Angelegenheit äußerst hohe Priorität zu. Zudem genehmige das Landratsamt keine neuen Tiefbrunnen mehr, da dieses Tiefenwasser für nachfolgende Generationen erhalten bleiben soll, solange Quellwasser vorhanden ist.

Die bisherigen Untersuchungen der Quellen in Bebenhausen zeigten ein hohes Wasseraufkommen und die Umsetzung sei zeitnah möglich. Das Wasser habe eine ausgesprochen gute Qualität, das Gebiet müsse nicht erworben werden, da es im Gemeindewald liege und die Gemeinde hätte ein „zweites Standbein“ für die örtliche Wasserversorgung.

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Auf Unverständnis stieß unter anderem bei Hermann Koneberg die Tatsache, dass nach nur 20 Jahren ein mit großem Aufwand gebauter Tiefbrunnen nicht mehr dem Stand der Zeit entsprechen soll und nun wieder eine Wasserversorgung auf Basis von Quellwasser befürwortet wird. Anton Weikmann sah in einem Tiefenbrunnen kein Vergehen an der nächsten Generation, da Wasser in der Erde, durch Niederschläge etwa, ständig „nachgefüllt“ werde. Nach seiner Auffassung liegt hier ein Förderproblem vor, da ein Tiefbrunnen im Lauf der Jahre zuwachse. Josef Waldmann fragte nach, ob nicht die erst vor ein paar Jahren stillgelegte Wasserversorgung in Bebenhausen wieder angeschlossen werden könne. Dem widersprach Artur Seidl, den dieses Wasserversorgungssystem erfülle nicht mehr die heutigen Auflagen.

Weitere geplante Vorhaben der Gemeinde

Zur Erschließung eines neuen Baugebietes im „Kirchenäcker“werden zurzeit Verhandlungen zum Erwerb der benötigten Flächen geführt.

Sanierung von Turnhalle und bestimmte Bereiche der Grundschule, wie Einbau einer Fluchttüre, teilweise Erneuerung des Dachbeleges, Sanierung der Toiletten oder Erneuerung des Schulküchenbodens. Konrad Braunmüller regte an, ob nicht an eine zukunftsträchtigere Lösung wie ein Neubau oder Erweiterung der Turnhalle gedacht werden sollte.

DSL: Nachdem neue Bedarfs-Analysen vorliegen, wurden zum dritten Mal Ausschreibungen vorgenommen. Die Telekom bietet eine teure Kombination aus Glasfaser und Richtfunk an. Drei weitere Angebote beziehen sich auf eine reiche Funklösung. Ein Angebot der Firma Smart DSL steht noch aus. (zisc)

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