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Ulm/Alb-Donau-Kreis
03.11.2021

Corona-Warnstufe in Baden-Württemberg: Was bedeutet das für mich?

Deutlich gestiegen ist in den vergangenen Tagen die Zahl positiver Corona-Tests in Baden-Württemberg.
Foto: Britta Pedersen/dpa

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten hat einen Schwellenwert erreicht. In Baden-Württemberg gilt die Warnstufe. Was bedeutet das für die Menschen in Ulm und im Alb-Donau-Kreis?

Das Corona-Infektionsgeschehen in Baden-Württemberg nimmt wieder Fahrt auf und auch die Zahl der Infizierten auf den Intensivstationen im Land steigt. Mit der jetzt erreichten Warnstufe gelten ab Mittwoch auch in Ulm und im Alb-Donau-Kreis strengere Regeln, vor allem für Ungeimpfte. Das sind die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was ist die Warnstufe?

Um die Ausbreitung der Corona-Infektionen zu bremsen, hat die Landesregierung von Baden-Württemberg Schwellenwerte festgelegt, ab denen strengere Maßnahmen gelten sollen. Für die Warnstufe ist das zum einen die Zahl der Infizierten auf den Intensivstationen. Steigt dieser Wert - wie jetzt der Fall - an zwei Tagen in Folge auf über 250, treten am Folgetag automatisch strengere Regeln in Kraft. Ein weiteres Kriterium ist die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in Kliniken eingewiesen werden. Die Warnstufe greift, sobald die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz an fünf Tagen in Folge den Wert von 8 erreicht.

Was ist der Zweck dahinter?

Die Warnstufe und die bei noch höheren Werten greifende Alarmstufe sollen eine Überlastung des Gesundheitssystems und im Speziellen der Intensivversorgung im Land verhindern. Deshalb ist nun die Zahl der Corona-Patienten in Kliniken ausschlaggebend für strengere Corona-Maßnahmen und nicht mehr allein die Zahl der neuen Infektionsfälle (Sieben-Tage-Inzidenz).

Was bedeutet das für mich?

Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss jetzt in der Warnstufe bei zahlreichen Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen etwa im Restaurant, Kino oder Schwimmbad einen PCR-Test vorweisen. Ein Schnelltest reicht nicht mehr aus. Bislang war im Freien bei Museen, Messen oder Kantinen kein Test nötig. Auch hier ist künftig ein 3G-Nachweis gefordert, im Freien genügt meist ein Schnelltest. Doch auch das kann teuer werden. Seit Mitte Oktober müssen Ungeimpfte für Schnelltests selbst bezahlen. Die Kosten für die meist noch teureren PCR-Tests wurden bereits zuvor nur im Falle einer möglichen Infektion übernommen.

Zudem gilt für Ungeimpfte wieder eine Kontaktbeschränkung. Ein Haushalt darf sich dann nur noch mit fünf weiteren Personen treffen. Geimpfte und Genese sowie Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, sind ausgenommen. Auch Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zählen nicht dazu.

Wann ist die Warnstufe zu Ende?

Die strengeren Regeln treten außer Kraft, sobald die Schwellenwerte für die Intensivbettenbelegung oder die Hospitalisierungsinzidenz an fünf Tagen in Folge unterschritten werden. (dpa/lsw)

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