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Unterroth

09.06.2019

Unterroth kommt gegen die Raser nicht an

Wer von Süden Richtung Unterroth fährt, hat eine schnurgerade Strecke vor sich, die viele dazu verleitet, aufs Gas zu drücken.
Bild: Regina Langhans

Bürgermeister Gerd Struve bleibt nichts anderes übrig, als an die Vernunft der Autofahrer zu appellieren.

In Unterroth sind die Möglichkeiten ausgeschöpft, was das Einbremsen der Raser auf der Kreisstraße NU5 und der Staatsstraße 2020 angeht. Die Erkenntnisse, die Bürgermeister Gerhard Struve aus der jüngsten Verkehrsschau im Gemeinderat mitgeteilt hat, betreffenden den Austausch ausgebleichter Verkehrsschilder.

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Aber die Idee, den von Süden kommenden Verkehr durch Geschwindigkeitsbegrenzungen zum rechtzeitigen Abbremsen vor Ortsbeginn zu bewegen, fand kein Gehör. So sagte Struve: „Uns bleibt nur, an die Vernunft der Autofahrer zu appellieren, sich so zu verhalten, wie sie es als Anwohner einer belebten Straße selbst wünschten.“ Tempo-Anzeigetafeln könnten eine Hilfe sein, Kontrollen der KVÜ gibt es.

Zu schnelle Autofahrer sind ein altbekanntes Problem in Unterroth

Das Thema Durchgangsverkehr mit zu schnell fahrenden Autos ist nicht neu im Dorf. Im Vorjahr war es durch die regelmäßigen Lehmtransporte hochgekocht. Wie berichtet, wurde in der Bürgerversammlung der Wunsch nach 40 Stundenkilometer für alle auf der Kreis-und Staatsstraße laut. Struve versuchte vergeblich, dies durchzusetzen. Auch für eine streckenweise Reduzierung auf 30 Stundenkilometer – wie in Oberroth zwischen Kindergarten und Schule – sahen die Verantwortlichen keinen Grund.

Dabei gilt in Unterroth auf allen Seitenstraßen Tempo 30. Der Ort besitzt an drei Ortseinfahrten eine Verkehrsinsel. Doch wer von Süden kommt, kann ins Dorf geradezu hineinrasen. Mit dem nach Süden über die Wohnbebauung hinaus erweiterten Gewerbegebiet hat sich eine kuriose Situation ergeben: Statt die Ortstafel ebenfalls nach Süden zu versetzen, wurde an der Abbiegung ins Industrieviertel ein eigenes Ortsschild angebracht. Der Grund: Weil die neue Bebauung nur einseitig ist und gegenüber freies Land, darf die Ortstafel nicht weiter auswärts. Auch der Gedanke, vor der Abbiegung ins neue Viertel 70 Stundenkilometer vorzuschreiben, wurde vom Landratsamt abgelehnt: Der Ortseingang sei gut einsehbar, jeder könne beizeiten abbremsen.

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