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Schließung

22.01.2021

Unterstützung für Aldi-Mitarbeiter

Die Aldi Süd Regionalgesellschaft Altenstadt stellt ihren Betrieb noch dieses Jahr ein. 200 Mitarbeiter verlieren ihren Job.
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Die Aldi Süd Regionalgesellschaft Altenstadt stellt ihren Betrieb noch dieses Jahr ein. 200 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

SPD-Politiker Karl-Heinz Brunner will sich mit anderen Abgeordneten betroffener Standorte zusammentun und das Gespräch mit der Konzernführung suchen

Auch den Bundestagsabgeordneten Karl-Heinz Brunner hat die Nachricht aus seinem Heimatwahlkreis wie der Blitz getroffen: Aldi schließt sein Zentrallager in Altenstadt, rund 200 Mitarbeiter stehen wohl ab November dieses Jahres auf der Straße. Bereits am Mittwoch hatte der SPD-Politiker angekündigt, den Aldi-Angestellten irgendwie helfen zu wollen. Diese Pläne sind nun weiter fortgeschritten.

Brunner und der Altenstadter Bürgermeister Wolfgang Höß (CSU) haben sich am Donnerstagvormittag in einem Telefonat abgestimmt. In Gesprächen mit den beiden Politikern wird schnell deutlich, dass ihnen sehr an dem Schicksal der Mitarbeiter gelegen ist.

Brunners Idee: Nachdem es am Standort Altenstadt keinen Betriebsrat gibt, der sich für die Rechte der Arbeitnehmer einsetzt, will er versuchen, diese Lücke zu schließen und mit der Konzernführung in Kontakt zu treten. „Ich sehe es als meine Aufgabe als Abgeordneter, in dieser Zwischenzeit Lösungen zu finden, die sonst ein Betriebsrat erreichen könnte“, sagt Brunner gegenüber unserer Redaktion. Dabei ist ihm auch klar: Aldi Süd ist durch nichts verpflichtet, sich auf Gespräche oder Verhandlungen über etwaige Entschädigungszahlungen oder Ähnliches mit ihm einzulassen. Brunner hofft aber auf die Kooperationsbereitschaft der Aldi-Führung. Die stellt sich zumindest in ihren offiziellen Pressestatements als gewissenhafter Arbeitgeber dar. Man sei sich seiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern durchaus bewusst und bemüht, Lösungen zu finden, betont der Konzern in seinen Pressemitteilungen.

Brunner will auch seine Kontakte als Bundespolitiker nutzen und sich für sein Vorhaben Verstärkung bei den Abgeordneten weiterer betroffener Landkreise holen. Wie berichtet, ist nicht nur Altenstadt von der Schließungswelle betroffen. Drei weitere Aldi-Regionalgesellschaften sollen in den kommenden zwei Jahren ebenfalls dichtmachen: Wittlich (Rheinland-Pfalz) schließt ebenfalls noch 2020, Ketsch (Baden-Württemberg/Rhein-Neckar-Kreis) und Montabaur (Rheinland-Pfalz) dann im kommenden Jahr.

Prüfen will der Illertisser SPD-Politiker auch, ob die Gewerkschaft sich nicht doch irgendwie einbringen kann.

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