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Landkreis Neu-Ulm/Unterallgäu

14.01.2021

Verkehr: Herabfallende Eisplatten auf der Autobahn A7 richten Schäden an

Der Schneefall in der Nacht hat wieder zu zahlreichen Unfällen in der Region geführt.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Plus Ab Mitternacht kamen in den Kreisen Neu-Ulm und Unterallgäu wieder Fahrzeuge in ins Schleudern. Auf der Autobahn verursachten herabfallende Eisplatten Unfälle.

Ab den Morgenstunden haben die winterlichen Straßenverhältnisse erneut eine höhere Anzahl an gemeldeten Verkehrsunfällen verursacht. Auch waren vielerorts die Straßen blockiert, meldet das Polizeipräsidium Schwaben Süd-West.

Seit Mitternacht bis um 9 Uhr am Donnerstagmorgen registrierte das Polizeipräsidium insgesamt 41 Unfälle, davon wurden bei drei Unfällen Personen verletzt. Allein im Landkreis Neu-Ulm ereigneten sich Verkehrsunfälle mit Sachschaden, bei zwei Verkehrsunfällen wurden Menschen verletzt. Im Landkreis Unterallgäu und der Stadt Memmingen wurden sieben Verkehrsunfälle mit Sachschaden registriert.

Zahlreiche Verkehrsbehinderungen in den Kreisen Neu-Ulm und Unterallgäu

Zudem gingen seit 0 Uhr bei der Polizei insgesamt 45 Meldungen über Verkehrsbehinderungen ein, die Mehrzahl davon wegen hängen gebliebener Fahrzeuge oder quergestellter Lkw. Die große Anzahl der Verkehrsunfälle waren lediglich Blechschäden, bei den Unfällen mit Verletzten lagen überwiegend nur leichte Verletzungen vor, heißt es im Polizeibericht.

Die Polizei bat darum, besonders im Großraum Allgäu – von Lindau bis Marktoberdorf – auf unnötige Fahrten zu verzichten. Lkw-Fahrer sollten, soweit es möglich ist, Parkplätze aufsuchen und den Winterdienst abwarten, da aufgrund des starken Schneefalls eine Vielzahl von Straße bereits durch querstehende Lastwagen blockiert sind. Dies betrifft auch überörtliche Straße und Fernstraßen. Bereits am Vortag waren bei Unfällen viele Schäden entstanden - ein großes Problem auf der Autobahn A7 waren herabfallende Eisplatten von Lastwagen, die Sachschäden verursachten.

Eisplatten rutschen von Lastwagen und verursachen Schäden

Um 9.30 Uhr war ein 48-jähriger Lkw-Fahrer mit seiner Sattelzugmaschine auf der Autobahn A7 in Fahrtrichtung Ulm unterwegs, als er an der Anschlussstelle Illertissen einen anderen Lastwagen vor sich auf die Autobahn einfahren lassen wollte. Als dieser beschleunigte, fielen mehrere teils 50 mal 50 Zentimeter große Eisplatten vom Dach des Sattelanhängers herab und trafen die Front des dahinter fahrenden Lkw, berichtet die Polizei. Hierbei wurde die Sonnenblende und mutmaßlich die Plastikaufhängung des Frontspiegels beschädigt. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 300 Euro geschätzt. Da der verursachende Lkw-Fahrer nicht anhielt, übernimmt die Autobahnpolizei Memmingen die Ermittlungen wegen Verkehrsunfallflucht. Verkehrsteilnehmer, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten sich bei der Autobahnpolizeistation Memmingen (Telefon 08331/100-0) zu melden.

Etwa 2000 Euro Sachschaden entstanden am Kühlergrill eines Autos. Ein 42-jähriger Lkw-Fahrer hatte seinen Sattelzug vor Fahrtantritt nicht von Schnee und Eis befreit, berichtet die Polizei. Die Eisplatte prallte gegen 10.30 Uhr auf das Fahrzeug eines 29-Jährigen, als dieser gerade in Fahrtrichtung Füssen zwischen den Anschlussstellen Illertissen und Altenstadt überholte. Da der Fahrer des Lkw keinen Wohnsitz in Deutschland vorweisen konnte, wurde eine Sicherheitsleistung einbehalten.

Etwas später, gegen 12.30 Uhr, erwischte es einen 26-jährigen Autofahrer von der Rastanlage Illlertal West. Er war in Fahrtrichtung Füssen auf die A7 aufgefahren, als ein vor ihm fahrender Lkw ebenfalls eine größere Eisplatte verlor, die vom Dach des Aufliegers rutschte und auf der Fahrbahn zerschellte. Einige Teile schlugen dabei auf der Windschutzscheibe des 26-Jährigen ein. Da der Fahrer des Lkw zunächst seine Fahrt fortsetzte und erst über die Halterfirma des Lastwagens ermittelt werden konnte, wurde eine Anzeige wegen Verkehrsunfallflucht aufgenommen. Der Sachschaden beträgt etwa 500 Euro.

Unfall auf der A7: Überholt und ins Schleudern geraten

Nicht angepasste Geschwindigkeit war die Ursache für einen Unfall am Mittag auf der Autobahn bei Altenstadt. Um 12 Uhr verursachte ein 20-Jähriger mit seinem Kleintransporter in Fahrtrichtung Ulm einen Verkehrsunfall, als er zwischen den Anschlussstellen Altenstadt und Illertissen verbotswidrig mehrere Fahrzeuge über eine Sperrfläche überholte. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit geriet der Fahrer ins Schleudern und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Kleintransporter kippte dabei um. Das Fahrzeug wurde abgeschleppt, der Sachschaden beträgt in etwa 15.000 Euro, so die Polizei. (az)

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