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Altenstadt

29.05.2019

Verwirrung nach Europawahl: Wahlbeteiligung in Altenstadt zunächst falsch angeben

Verwirrung nach Europawahl: Wahlbeteiligung in Altenstadt zunächst falsch angeben
Bild: Marcel Kusch (dpa)

Falsche Zahlen in drei Gemeinden

Die Altenstadter wunderten sich vermutlich schon: 27,3 Prozent Wahlbeteiligung bei der Europawahl am Sonntag scheint doch sehr wenig zu sein. Genauso lagen am Sonntagabend Osterberg und Kellmünz abgeschlagen auf den hinteren Rängen im kreisweiten Vergleich: In Kellmünz gingen angeblich nur 27,8 Prozent der Stimmberechtigten zur Wahl, in Osterberg 32,6. Doch diese Zahlen sind falsch.

Grund ist ein Fehler im Computerwahlsystem, wie Stefan Hatzelmann, Fachbereichsleiter für Kommunalrecht und Wahlen am Landratsamt Neu-Ulm auf Nachfrage sagt. Am Sonntag sei zum ersten Mal ein neues Computerprogramm eingesetzt worden. Da habe noch nicht alles reibungslos funktioniert, wie sich jetzt herausstellt.

Wahlbeteiligung war eigentlich doppelt so hoch

So wurden für die Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt – also Osterberg, Kellmünz und Altenstadt – zusätzlich die Wahlberechtigten in ein Feld eingetragen, das eigentlich leer bleiben sollte. Deswegen sei man dort auf die doppelte Summe an Wahlberechtigten gekommen. Dies wiederum führe in der Statistik zu einer geringeren Wahlbeteiligung, so Hatzelmann.

Verwirrung nach Europawahl: Wahlbeteiligung in Altenstadt zunächst falsch angeben

Der Fehler sei den Wahlprüfern aufgefallen und wurde inzwischen korrigiert. In Altenstadt lag die Wahlbeteiligung bei 54,6 Prozent, in Kellmünz bei 55,6 Prozent und in Osterberg mit 65,3 Prozent sogar über dem Bundesdurchschnitt, der bei 61,4 Prozent liegt. Die Fehler des Programms hätten aber keine Auswirkungen auf die angegebenen Stimmenzahlen.

Alle Wahlergebnisse des Landkreises gibt es unter landkreis.neu-ulm.de.

Lesen Sie hie , was die Vertreter der Parteien in der Region zu den Ergebnissen gesagt haben.

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