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Vöhringen

15.01.2019

Vöhringer Feuerwehrler suchen Mitglieder

Die Vöhringer Feuerwehrleute suchen Mitglieder. Bisher sind sie mit 44 Aktiven laut Kreisbrandrat Bernhard Schmidt am „unteren Bereich“ angesiedelt, was die Stärke der Mitglieder angeht. Zu den typischen Feuerwehr-Lehrgängen gehört für viele auch die Atemschutzausbildung.
Bild: Christoph Kölle (Symbol)

Die 44 aktiven Löschkräfte in Vöhringen könnten laut Kreisbrandrat Bernhard Schmidt Unterstützung gebrauchen. Ein Einblick in ihre Arbeit.

Das Vertrauensvotum war eindeutig: Sven Görmiller wurde in seinem Amt als Kommandant der Feuerwehr Vöhringen einstimmig bestätigt, ebenfalls Hermann Hufnagel, der weiterhin als Vorsitzender den Feuerwehrverein führt. Anerkennung für das vielfältige Engagement gab es bei der Jahresversammlung im Sportpark von Kreisbrandrat Bernhard Schmidt. Feuerwehrleute würden Verantwortung übernehmen und müssten im Einsatzfall schnell Entscheidungen treffen.

Schmidt betonte, wie vielfältig sich Feuerwehren engagieren würden. Als Beispiel nannte er die in Bayern gelegenen Orte, in denen vor wenigen Tagen der Katastrophenfall ausgerufen wurde. Auch unterstrich er, wie wichtig die personelle Präsenz während des Tages bei den Feuerwehren sei. Die Freistellung sei zwar gesetzlich geregelt, lief aber nicht in allen Betrieben optimal. Der Kreisbrandrat ermunterte auch Frauen, sich bei der Wehr zu engagieren. Er nahm Bezug auf die Mannschaftsstärke der Vöhringer Löschkräfte, die laut Kommandant Görmiller 44 Aktive aufweist. Aber dies sei schon im „unteren Bereich.“ Deshalb sei Nachwuchswerbung – auch bei Kindern und Jugendlichen – unerlässlich.

44 Aktive: Zahl ist im unteren Bereich

Unter den 44 Aktiven seien vier Frauen, sagte Kommandant Görmiller. Darunter die „Vorzeigefeuerwehrfrau“ Corinna Görmiller, die in die Führungsmannschaft aufgenommen wurde. Jetzt ist sie Löschmeister.

Die Feuerwehrleute engagierten sich laut Görmiller im vergangenen Jahr 2658 Stunden, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Breiten Raum nahmen Fortbildungen in diversen Sparten ein, wie Görmiller berichtete. Insgesamt rückten die Löschkräfte 116-mal aus. Es habe zwei Großbrände, acht Mittelbrände und acht Kleinbrände gegeben, so der Kommandant.

Ehrenamt: Auch die Vereinsmitglieder stehen im Vordergrund der Versammlung

Einige Zeit in das Ehrenamt Feuerwehr haben 2018 auch die Aktiven des Löschzugs Illerzell investiert, wie aus dem Bericht von Stefan Müller, bis dato Leiter des Löschzugs, hervorging. Müller leistete mit seiner Mannschaft 128 Arbeitsstunden, um Gerätschaften und Fahrzeuge in gutem Zustand zu erhalten. Der Löschzug hat 21 Aktive, darunter drei Frauen. In der Jugendfeuerwehr sind elf Mitglieder dabei, vier wechselten nach ihrem 18. Geburtstag in den aktiven Dienst, hieß es während der Versammlung. Die Löschkräfte aus Illerzell hatten 2018 zwei Brandeinsätze und vier technische Hilfeleistungen, 434 Übungs- und Einsatzstunden wurden absolviert. Willi Kolb ist der neue Leiter des Löschzugs, Müller gab sein Amt ab.

Neben den Aktiven in Vöhringen und Illerzell stand an diesem Tag auch der Verein der Feuerwehr im Vordergrund. Derzeit gebe es 379 Mitglieder, sagte Vereinsvorsitzender Hermann Hufnagel im Vöhringer Sportpark. Er ging auf den Klimawandel ein und erinnerte an die Dürre während des vergangenen Sommers. Noch sei die Löschwasserversorgung gewährleistet, versicherte Hufnagel.

Bürgermeister Karl Janson meldete sich ebenfalls zu Wort. Die Feuerwehr decke ein großes Spektrum an Einsätzen ab, sagte er. Daher sei Ausbildung in den verschiedenen Bereichen wichtig, was die Vöhringer Wehr ja auch immer wieder unter Beweis stelle. Die Stadt wisse sich ihrem Auftrag verpflichtet, die Wehr zu unterstützen, so Janson. Im Mai könne etwa die neue Drehleiter ausgeliefert werden, dann stehe die Erweiterung des Gerätehauses an. Auch bei der Mitgliederwerbung helfe die Stadt. Ebenso unterstütze die Kommune die Löschkräfte finanziell: Abgesehen von den notwendigen Anschaffungen, habe die Stadt im vergangenen Jahr 225000 Euro für die Wehr aufgewendet.

Ehrenamt kennt keine Grenzen, das zeigte sich nun auch wieder in Vöhringen: Wie Menschen am Esstisch zueinanderfinden

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