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25.03.2008

Von A wie Anzahlung bis Z wie Zündung: die MTM-"Rollerklinik"

Ob Einzylinder, Zweitakter, Dreigang oder Vierventiler - bei Joachim Heberle von MTM-Motorradtechnik (mittlerweile als "Vöhringer Rollerklinik" besser bekannt) in Vöhringens Norden konnte bisher noch jedem geholfen werden.

"Weggeschickt wird keiner, ob jetzt einer mit einem China-Motorroller kommt oder seinen Baumarkt-Scooter in den Hof herein- schiebt, bisher konnte noch jeder wieder losfahren", so die Erfahrungen des 52-Jährigen, der vor rund zwei Jahren dem Trend nach hubraumkleineren Zweirad-Fahrzeugen folgend den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt hatte und neben Reparaturen auch einen Handel mit Neu- und Gebrauchtbikes in Vöhringens Falkenstraße betreibt.

Der oftmals zu teure Zweitwagen wird immer häufiger durch einen zulassungsfreien Motorroller ersetzt. Doch wo bekommt man für die zig-verschiedensten Asienroller Ersatzteile her, wohin mit dem optisch tadellosen 50er Roller, der nach abgelaufener Garantiezeit nun nicht mehr anspringen will und das eigene Potenzial an technischen Kenntnissen erschöpft ist? Den Weg zur Fachwerkstatt mit den noblen japanischen und deutschen Edel-Marken will sich mancher nicht antun. "Natürlich verkaufe ich lieber geprüfte Roller aus meinem Angebot, denn gerade bei den Asienprodukten gibt es doch einige Hersteller, die ihre Fahrzeuge ohne Endkontrolle auf den europäischen Markt schleudern. Für den Laien fast nicht nachvollziehbar, was da alles angeboten wird".

Bei MTM stehen rund 50 neue Scooter im Laden. "Im ersten Jahr wurden 65 Stück verkauft, vergangenes Jahr gingen schon 147 neue Roller weg." Der 52-jährige Motorradbegeisterte will nach den gesammelten Erfahrungen seine Zweiradwerkstatt weiterhin wie bisher als Ein-Mann-Betrieb weiterführen. "Es gab hin und wieder Überlegungen, noch jemand einzustellen, aber noch macht es mir Spaß zu reparieren, beraten, verkaufen und Kontakt mit den Kunden zu halten."

Gute und schlechte Erfahrungen gab es nach zweijähriger Selbstständigkeit auch genügend: "Da sind welche, die die Reparaturkosten abstottern wollen und dann immer seltener auftauchen, andere wiederum versichern glaubhaft, nichts geschraubt zu haben, obwohl hinten und vorne nichts mehr passt. Auch nach 33 Jahren Berufserfahrung lernt man immer noch was dazu - nicht nur technisch".

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