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Babenhausen

24.06.2019

Vor 40 Jahren: Wie es mit dem City-Fest begann

Viel geboten ist jedes Jahr beim City-Fest in Babenhausen: Heuer findet es zum 40. Mal statt. Wie es bei der Premiere im Jahr 1977 zuging und was sich seither verändert hat – das wissen Mitstreiter der ersten Stunde noch genau.
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Viel geboten ist jedes Jahr beim City-Fest in Babenhausen: Heuer findet es zum 40. Mal statt. Wie es bei der Premiere im Jahr 1977 zuging und was sich seither verändert hat – das wissen Mitstreiter der ersten Stunde noch genau.
Bild: Bader

Heuer findet die 40. Auflage des City-Fests in Babenhausen statt. Früher war vieles anders: Drei Mitstreiter erinnern sich daran.

Das City-Fest feiert heuer ein kleines Jubiläum: Es findet zum 40. Mal statt. Den Erlös will die katholische Kirchenstiftung St. Andreas als Veranstalter für das neue Pfarrheim verwenden. Das war schon bei der Premiere im Jahr 1977 so: „Auch der Gewinn der ersten Auflage kam Räumlichkeiten für die Pfarrei zugute“, sagt Gretl Grötzbach. Die 85-Jährige war damals Mitglied des Pfarrgemeinderats und kann sich noch gut an die Diskussionen erinnern, die zum Ausbau des Kolpinghauses zum Pfarrzentrum geführt wurden.

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Pfarrer Lothar Lidel habe damals Bedenken gehabt, ob die dafür notwendigen 100.000 Mark aufzubringen sind, sagt Grötzbach. Letztendlich habe das Gremium eindeutig für die Instandsetzung gestimmt. Um einen finanziellen Grundstock zu legen, wurde am 17. Juli 1977 das erste Fest organisiert. Um dessen Namen habe man vorab lange gerungen. „Die Bezeichnung Pfarrfest erschien einigen zu fromm. Schließlich sollten sich alle Bürger von Babenhausen angesprochen fühlen und zur Veranstaltung kommen“, sagt Grötzbach. Weil diese im Brauereihof und damit im Zentrum des Fuggermarktes stattfand, erschien „City-Fest“ die ideale Bezeichnung.

Waren von Anfang an dabei: Horst Sobeck (links), Ingrid Sobeck (rechts) sowie Gretl Grötzbach.
Bild: Bader

Bis heute ist die am letzten Juni-Wochenende stattfindende Veranstaltung bei Menschen in Babenhausen und Umgebung bekannt und beliebt. Wie Gretl Grötzbach haben sich auch Ingrid und Horst Sobeck von Anfang an für das City-Fest engagiert und mitgeholfen. Bei der ersten Auflage wurden die Besucher mit Würstchen, Semmeln und Kuchen versorgt. Im nächsten Jahr gab es auch Leberkäse und Pommes frites, berichten sie. Im Laufe der Zeit wurde die Speisekarte erweitert. Das bedeutete viel Arbeit: „Wie viele Mitglieder von Kirchenverwaltung, Frauenbund und Frauen-Union sind wir um 7 Uhr früh zum Brauereihof gegangen und nicht vor Mitternacht wieder heimgekommen“, sagt Ingrid Sobeck. „Da früher jede Speise selbst gemacht wurde, war das Helferteam schon Tage vor dem Fest im Einsatz.“ Für die grünen Krapfen habe man im ganzen Ort „Schnattern“ gesammelt. Den Teig mussten die Frauen damals noch mühsam von Hand kneten und dann durch Nudelmaschinen drehen. „Einmal haben wir 1200 grüne Krapfen gefüllt und auf riesigen Backblechen trocknen lassen“, sagt Sobeck.

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Am Vorabend begann das große Kochen

Die Kartoffeln wurden bereits am Vorabend abwechselnd in örtlichen Metzgereien gekocht, vom City-Fest-Team geschält und frühmorgens in großen Wannen gewürzt. Da die Spätzle während des Festes laufend frisch zubereitet wurden, kamen die Helfer dabei ganz schön ins Schwitzen. Obwohl viele Speisen seit einigen Jahren von Metzgern und Bäckern geliefert werden, ist der Arbeitsaufwand immer noch groß. Glücklicherweise fänden sich jedes Jahr genügend Helfer, sagen sich Sobeck und Grötzbach. Traditionell seien Mitglieder des Frauenbundes in der Küche aktiv, während die Ministranten das Geschirr einsammelten und die Frauen-Union den Spüldienst übernehme.

Da das erste City-Fest einen großen Erlös einbrachte, waren die Renovierungskosten für das Pfarrzentrum rasch abbezahlt, weiß Gretl Grötzbach. Die Gewinne der folgenden Jahre konnten für andere Projekte verwendet werden. Vor allem Tombola, Flohmarkt und Kuchenverkauf hätten dazu beigetragen.

Spielwiese lockt seit jeher junge Besucher an

Vom ersten City-Fest an erwies sich der Espachplatz als Magnet für die kleinen Besucher: Dort bauten die Mitglieder von Pfarrgemeinderat und Kolping-Jugend einen mit Spielen gestalteten Parcours auf.

„Früher fuhr manchmal ein kleiner City-Express durch den Brauereihof oder der örtliche Theaterverein hat ein Stück gespielt“, erinnert sich Grötzbach. Sie wird dem Fest als Besucherin die Treue halten. Es sei schön, dass die „gute Sache“ von viele Freiwilligen weiter getragen werde.

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