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Vöhringen

08:06 Uhr

Vorschau: Was 2021 für Vöhringen bereit hält

2021 wird ein arbeitsreiches Jahr im Vöhringer Rathaus.
Bild: Felicitas Macketanz

Plus Digitalisierung, Umwelt, Bauen – Bei diesen Themen tut sich trotz Corona etwas in der Stadt Vöhringen.

Blumige Worte gehören traditionell zum Jahresanfang wie Raketen zum Jahresabschluss. Beides gab es diesmal deutlich weniger. Auch in Vöhringen musste der Neujahrsempfang – aus bekannten Gründen – ausfallen, bei dem sich für gewöhnlich die Amts- und Würdenträger der Stadt treffen, um Grußworten zu lauschen und mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr anzustoßen.

Macht Corona der Stadt einen Strich durch die Rechnung?

Auch die Neujahrsansprache des Bürgermeisters fällt so Corona zum Opfer. Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt Michael Neher dennoch, welche Projekte in der Stadt heuer anstehen und ob die Pandemie großen Einfluss auf die Pläne von Verwaltung und Stadtrat hat.

Was Bau- und Ausbauvorhaben anbelangt, sollen in Vöhringen die bereits angestoßenen Projekt fortgeführt werden. Auch wenn die finanzielle Ausstattung der Stadt pandemiebedingt geringer ausfällt als in den Vorjahren. Derzeit laufen die Haushaltsplanungen noch auf Hochtouren, Mitte Februar soll ein Konzept stehen und im März wird der Stadtrat dann voraussichtlich endgültig über die diesjährige Vöhringer Finanzplanung entscheiden. Erst dann steht auch mit Sicherheit fest, welche Maßnahmen wirklich durchgeführt werden.

Kaum Spielraum für Kürzungen

Viel Spielraum für Kürzungen sieht Bürgermeister Neher aber nicht. „Das sind kommunale Pflichtaufgaben, die wir erfüllen. Da ist nichts dabei, was wir uns nur aus Spaß an der Freude gönnen“, so Neher. Gemeint ist damit unter anderem die Schaffung neuer Kindergartenplätze im Zuge der Sanierung und Erweiterung des Kindergartens Nord und der Einrichtung einer weiteren Gruppe im Untergeschoss der Grundschule Illerberg. Auch mit dem Baugebiet Kranichstraße soll es weiter vorangehen, ebenso mit dem Straßenausbauplan und der Sanierung der Bahnhofstraße. Auch die Planungen für die Neue Rathaus-Mitte, ein Projekt, das wegen hoher Kosten bei manchem in Vöhringen in der Kritik steht, gehen weiter. Der Baubeginn war ohnehin nicht für 2021 angesetzt.

Bürgermeister Michael Neher

Erschwert wird die Arbeit derzeit dadurch, dass die Sitzungen der Stadträte auch weiterhin so eingeschränkt wie möglich stattfinden. Rechtlich dürften kommunalpolitische Gremien zwar uneingeschränkt tagen, es aber wirklich zu tun sei nicht vertretbar, sagt Neher. Im Dezember etwa fielen Sitzungen angesichts der sich zuspitzenden pandemischen Lage ganz aus. Auch die nächste Sitzung des Haupt- und Umweltausschusses wird nicht stattfinden, kündigt Neher an. Bauausschuss und Stadtrat tagen im Januar mit einer möglichst kurzen Tagesordnung.

Der Bürgermeister startet trotz alle optimistisch ins neue Jahr

Neher selbst sei „eigentlich optimistisch“ gestimmt in das neue Jahr gestartet. Er hofft, in der zweiten Jahreshälfte einigermaßen zum Normalbetrieb zurückkehren zu können. Er freut sich auf mehr persönlichen Kontakt zu den Bürgern. Der habe 2020 besonders gelitten. Entgegensteuern will Neher mit einem größeren digitalen Angebot. Vöhringen sei in den sozialen Medien nun deutlich präsenter als früher. Auch die Homepage werde häufiger aktualisiert. Ein Beispiel für das Bemühen um Digitalisierung war im vergangenen Jahr auch die Bürgerversammlung. Aus Infektionsschutzgründen konnte die nicht in gewohnter Form stattfinden. Der Bürgermeister wandte sich dafür in einer Videobotschaft an die Vöhringerinnen und Vöhringer.

Schulen sollen digitaler werden

2021 will Neher die Digitalisierung im Rathaus weiter vorantreiben – genauso wie in den Schulen. Entsprechende Förderbescheide seien schon da. Man sei bei diesem Thema aber auf staatliche Vorgaben angewiesen, erklärt Neher. Derzeit werde eine Vereinbarung ausgearbeitet, laut der Lehrer mit Dienstlaptops ausgestattet werden sollen. Die sei zwar noch nicht durch, aber man stelle sich schon jetzt darauf ein, diese Vorgabe möglichst bald umzusetzen. Und auch wenn Schüler und Lehrer irgendwann wieder vollständig in die Schulen zurückkehren, soll dort eine bessere digitale Ausstattung in den Klassenzimmern warten.

Neben der akuten Herausforderung Corona will Neher die Dauerherausforderung Klimaschutz weiter angehen. Vorausgesetzt der Stadtrat genehmigt es, soll noch in diesem Jahr die Stelle für einen Klimaschutzmanager ausgeschrieben und ein Klimaschutzkonzept erarbeitet werden.

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