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Dietenheim

05.06.2019

Was eine Garage in Dietenheim mit der Afrikanischen Schweinepest zu tun hat

Wildschweine können die Afrikanische Schweinepest übertragen. Wie sich die Region für die Krankheit rüstet.

Die Schweinepest breitet sich immer weiter in Europa aus - auch über Wildschweine. Für Jäger in der Region gibt es nun eine neue Regel.

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich immer weiter aus. Vor allem über Wildschweine rückt der Erreger on Osteuropa her immer näher an Süddeutschland heran. Auch die örtlichen Behörden treffen nun Vorsichtsmaßnahmen. Die Viruskrankheit ist zwar „nur“ für Wild- und Hausschweine gefährlich und nicht auf den Menschen übertragbar, bei einem Ausbruch wären aber der Handel mit Schweinen und Schweinefleisch blockiert.

Nachdem Wildschweine seit einigen Jahren sehr stark bejagt werden, um die Population einzudämmen und Schäden in der Landwirtschaft zu verhindern, werden Verwahrstellen eingerichtet. Die sollen dabei helfen, die Ausbreitung der Krankheit über Schwarzwild zu verhindern. Wenn ein Jäger ein Wildschwein erlegt hat, muss er den sogenannten Aufbruch, also die nicht verwertbaren Teile des Tieres, schnell und sicher entsorgen. Bislang haben die Jäger den Aufbruch im Wald vergraben und so in den Naturkreislauf zurück geführt. Nun stellen die Veterinärämter gesicherte Verwahrstellen zur Verfügung, wo der Jäger den Aufbruch abliefern kann. Das Material wird dann in die Tierkörperverwertung gebracht und fachgerecht entsorgt.

In einer Fertiggarage wird der Aufbruch gelagert

Eine solche Verwahrstelle wurde jetzt neu in Dietenheim eingerichtet. Die Stadt hat dafür auf dem Wertstoffhof eine Fertiggarage aufgebaut und nach den Vorgaben des zuständigen Fachdienstes Verbraucherschutz beim Landratsamt Alb-Donau-Kreis mit einer Kühlanlage, zwei 240-Liter-Tonnen und einem Edelstahlbehälter sowie Hygiene-Einrichtungen ausstatten lassen.

Schon in „Friedenszeiten“, also noch vor dem Ausbruch der Krankheit, wie es Fachdienstleiter Dr. Hans-Joachim Butscher formulierte, soll so vorgesorgt werden. Die Verwahrstelle wurde nun im Beisein von Dietenheims Bürgermeister Christopher Eh in Betrieb genommen. Mit dabei waren Stadttechniker Wolfgang Klausner, der für den Aufbau und die Einrichtung gesorgt hatte, und der stellvertretende Hegeringleiter Alexander Thurnhofer sowie die zuständigen Vertreter des Landratsamtes. Im Alb-Donau-Kreis gibt es noch sechs solcher Verwahrstellen. Diese sind über den gesamten weitläufigen Landkreis verteilt, sodass jeder Jäger kurze Wege zur Entsorgung hat, die nach der Jagd aus hygienischen Gründen so schnell wie möglich erfolgen soll. Im Landkreis Neu-Ulm sind derzeit zwei Verwahrstellen eingerichtet; eine befindet sich in Unterfahlheim und eine weitere in Unterroth am Kreisbauhof.

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