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Kellmünz

14.01.2020

Was sich in Kellmünz 2020 alles ändert

Zur Tradition des Kellmünzer Neujahrsempfangs gehören auch Ehrungen. Unser Bild zeigt (von links): Pfarrer Thomas Kleinle, Bürgermeister Michael Obst, die diesjährigen Geehrten Sandra und Michael Duile sowie Klaus Oechsle und Landrat Thorsten Freudenberger.
Bild: Zita Schmid

Die Gemeinde blickt beim Neujahrsempfang in die Zukunft und vergibt Ehrungen für drei besondere Mitmenschen.

Mit Mut und Zuversicht sollen die Kellmünzer ins neue Jahr gehen. Dazu wurden die vielen Besucher des Neujahrempfangs, zudem Markt- und Pfarrgemeinde eingeladen hatten, animiert. Alle Zeiten hätten seit je her Veränderungen mit sich gebracht, führte Bürgermeister Michael Obst in seiner Ansprache aus. So sollte der Wandel der heutigen Zeit nicht negativ, sondern vielmehr „als Chance, Aufgabe oder Herausforderung betrachtet werden“, sagte er.

In seinem Rückblick auf 2019 erinnerte er beispielsweise an die Fertigstellung des Rechbergrings Süd-Ost sowie die Sanierung der Illertalstraße als „prägende Veränderungen im Ortsbild“ und zudem bedeutsame Investitionen in die Infrastruktur. Mit einer zeitgemäßen Kinderbetreuung, mit Grundschule, Hausarzt, einer gesicherten Nahversorgung mit dem gemeinschaftlich getragenen Dorfladen sowie der guten Verkehrsanbindung an Straße und Bahn besitze die Marktgemeinde generell „Trümpfe“, die nur wenige Kommunen dieser Größe ihren Bürgern bieten könnten, so Obst.

Bürgermeister Obst nennt Seniorenbetreuung als Herausforderung der Zukunft

Als eine Herausforderung der Zukunft nannte der Rathauschef den Bereich Seniorenbetreuung. Dies auch vor den Hintergrund des demografischen Wandels. Bis zum Jahr 2028 werde die Anzahl der über 65-Jährigen um 43 Prozent zunehmen, nannte er die Prognose. Mit der erfolgreichen Bewerbung zum Förderprogramm „Marktplatz der Generationen“ komme Kellmünz dieser Aufgabe näher, so Obst weiter. Wie berichtet hat Kellmünz als eine von sechs schwäbischen Kommunen hier eine Förderzusage erhalten. Für zwei Jahre bekommt die Marktgemeinde kostenfrei ein professionelles Beraterteam an die Seite gestellt. Dieses Team soll dann vor Ort den Aufbau seniorengerechter Strukturen begleiten.

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Landrat Thorsten Freudenberger forderte zu „Mut für die Zukunft“ auf. Diese Zukunft werde in einigen Jahren eine notwendige „Mobilitätswende“ und damit einhergehend auch den Ausbau der Illertalbahn bringen, sagte er voraus. „Unglaubliche Bedeutung für die Zukunft“ hat laut Freudenberger auch der Kellmünzer Dorfladen. Neben der Nahversorgung – auch für Senioren – zudem im Bereich der umweltschonenden Vermarktung regionaler Produkte sowie als sozialer Treffpunkt.

Seit September 2018 leitet Thomas Kleinle die Pfarreiengemeinschaft Altenstadt und ist somit auch Pfarrer von Kellmünz. Er sei sehr freundlich empfangen worden, fühle sich wohl und sei als Nicht-Kellmünzer hier „gut adoptiert worden“, meinte Kleinle humorvoll. Erfreulicherweise seien zudem in Kellmünz große Baumaßnahmen wie die Kirchenrenovierung oder auch die Friedhofsmauer bereits abgeschlossen, sodass der Fokus vermehrt auf die Arbeit in der Kirchengemeinde selbst gelegt werden könne.

Neujahrsempfang in Kellmünz: Markt ehrt Bürger

Mit Stücken wie „Hab Sonne im Herzen“ oder „Irische Segenswünsche“ umrahmte die Chorgemeinschaft Concordia unter der Leitung von Rosa Löhle die Veranstaltung. Wie die Jahre zuvor leistete auch heuer Elfriede Bertele ihren Beitrag zum Neujahrsempfang. Tat die engagierte Kellmünzerin dies früher oft in Form von Gedichten und Gedanken zum neuen Jahr, so nutzte sie diesmal die Gelegenheit, um Danke zu sagen. Nämlich für die stetige Unterstützung für ihre Rumänien- und Kinderhilfe. Denn seit vielen Jahre organisiert die 87-Jährige Hilfslieferungen nach Rumänien, unter anderem auch für Waisen- und Heimkinder.

Tradition hat beim Kellmünzer Neujahrsempfang auch die Ehrung verdienter Bürger. Für herausragende sportliche Leistungen wurden heuer Sandra und Michael Duile mit der gemeindlichen Ehrenurkunde ausgezeichnet. Das Ehepaar hat den Gipfel es über 7000 Meter hohen Pik Lenin im Pamir-Gebirge (Kirgisistan, Zentralasien) bestiegen (IZ berichtete). Für sein langjähriges und außergewöhnliches ehrenamtliche Engagement erhielt Klaus Oechsle die goldene Ehrenmedaille. Oechsle ist seit 1982 in der Kirchenverwaltung tätig und seit 2005 Kirchenpfleger. Zwölf Jahre war er Vorsitzender beim Schützenverein, zudem ebenso lang stellvertretender Vorsitzender im Musik- und Schützenverein. Auch blickt er auf auf ein halbes Jahrhundert als aktiver Musiker und Schütze zurück.

Die Telekom will einen neuen Mobilfunkmast bei Kellmünz bauen. Mehr dazu lesen Sie hier: Telekom will neuen Mobilfunkmast bei Kellmünz bauen

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