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Osterberg

07.08.2017

Wasser: Kritik am Notverbund mit Kellmünz

In Sachen Trinkwasserversorgung wollen Kellmünz und Osterberg zusammenarbeiten.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Warum Osterberg will nun eine Studie anfertigen lassen will.

Mit dem Vertrag für die gemeinsame Notwasserversorgung mit Kellmünz hat sich der Osterberger Gemeinderat kürzlich auseinandergesetzt. Dabei gab es offenkundig reichlich Anlass für Kritik. Gemeinderat Ignaz Gestle hatte jedenfalls einiges zu sagen.

Er halte es für nicht nachvollziehbar ist, welche Maßnahmen auf Osterberger Seite umgesetzt werden müssen – und wie hoch die Kosten sind. Auch die Auswirkungen auf die Wasserdruck-Verhältnisse im Ortsnetz von Weiler und Osterberg seien nicht erforscht, merkte Hestle an. Dass die Kosten für den Notwasserverbund geteilt werden sollen, bezeichnete das Ratsmitglied als nicht gerecht: schließlich sei Osterberg der kleinere Partner. Gestle riet dazu, die Kosten anteilig je nach Einwohnerzahl auf die beiden am Notverbund beteiligten Kommunen zu verteilen. Auch dass die Verbindungsleitung vom Kellmünzer Hochbehälter bis zum Anschlusspunkt des Weiler Wassernetzes unter Kellmünzer Regie erstellt werden soll, fand Rat Gestle nicht vorteilhaft. Er fragte, ob die Zuschüsse dann in die Kellmünzer Kasse fließen würden.

Und es gab noch mehr zu bemängeln: Man müsse für eine Verbindungsleitung zahlen, die überwiegend auf Kellmünzer Grund liegen werde, so Gestle. Die Wasserpreise seien in Osterberg und Kellmünz seien unterschiedlich. Hier müsse ein gerechter Anrechungsmodus gefunden, sagte der Rat. Ebenso wie bei den Kosten für das Spülen der Leitung und den Austausch von Trinkwassermengen.

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Zu alledem sagte der Zweite Bürgermeister Alexander Hruschka, dass auf Osterberger Seite umfangreiche Umbauten an Pumptechnik und Druckregelung erforderlich seien. Man habe im Trinkwassernetz Bereich mit hohem und niedrigem druck. Hruschka fügte an, dass zur Frage der technischen Umsetzbarkeit aus seiner Sicht zunächst eine Machbarkeitsstudie benötigt werde.

Bürgermeister Rainer Schmalle vertrat die gleiche Sichtweise: Es sei eine Planung für beide Wassernetze sinnvoll – wenngleich aus einer Hand. Osterberg sollte sich an den Kosten dieser Planung beteiligen.

Die Osterberger Räte befürworteten, eine Studie erstellen zu lassen. Danach sollen weitere Entscheidungen getroffen werden. (sar)

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