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21.01.2020

Werke stehen unter dem Motto Freistil

Die Künstler: (von links) Klaus Seidelmann, Claudia Gourmet und Galerist Joachim Herzer.
Foto: Claudia Bader

Drei Künstler stellen in Zaiertshofen aus

Wer nicht weiß, was Acrylic Pouring ist, der kann bei einem Besuch in der Galerie „KunstUnkunst“ in Zaiertshofen mehr darüber erfahren. Dort sind nun einige Werke ausgestellt, die in dem experimentellen Stil entstanden sind, der auch als Acryl-Fließtechnik bekannt ist. Unter dem Motto „Freistil“ präsentieren die Weißenhornerin Claudia Gourmet, Klaus Seidelmann aus Bibertal und Galerist Joachim Herzer ihr künstlerisches Schaffen.

Während der von Klavierklängen umrahmten Vernissage schauten sich zahlreiche Besucher in den drei Räumen um und bewunderten die Werke. In einer Eröffnungsrede beleuchtete Heinrich Lindenmayr die jeweilige Intention, die die Künstler zum Ausdruck bringen wollen.

Claudia Gourmet sehe Farbe nicht als Arbeitsmaterial, sondern als gleichberechtigten Partner, sagte er. Dadurch gelinge es der Künstlerin, der Malerei eine neue Seite abzugewinnen. Da jede Farbe, die in Verbindung mit Wasser zum Fließen gebracht wird, anders reagiere, entstünden mannigfaltige Strukturen. Lindenmayr riet den Betrachtern, diese in unterschiedlichen Abständen und Blickwinkeln auf sich wirken zu lassen. Der mikroskopische Blick führe etwa zu einem anderen Zugang zum Bild.

In den Holzschnitten von Klaus Seidelmann, der Vorsitzender des Ulmer Vereins Kunstfaszination ist, deutete der Eröffner der Ausstellung eine Zweiteilung zwischen Figur und Schrift. Diese Trennung sieht er nicht nur als Mittel, um Spannung zu erzeugen, sondern auch als Gegenüberstellung von Vergangenheit und der Frage, was davon bleibt.

Für Lindenmayr ist Galerist Herzer ein Künstler, der ein gutes Gespür für Material besitze. Er sei seinem Werkstoff Holz auf der Spur und lasse in allen Arbeiten einen phänomenalen Schwung erkennen. Mit der erkennbaren Tendenz, figürlicher zu arbeiten, nehme er seinen Werken die Schwere.

Im Namen der Kollegen wünschte Claudia Gourmet den Besuchern, dass sie beim Betrachten der Exponate dieselbe Freude empfinden, die die drei Künstler beim Schaffen der Werke verspürten. Für sie sind „Kunstwerke erst Kunst, wenn sie Strahlen aussenden und im Betrachter Schwingungen auslösen.“ (clb)

Die Ausstellung „Freistil“ kann bis Sonntag, 29. März, jeweils sonntags von 14 bis 18 Uhr in der Galerie besichtigt werden. Galerist Herzer will auch Gelegenheit „zum Schwätzen und Philosophieren“ bieten.

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