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Kellmünz

26.11.2018

Wie Kellmünzer Kinder zu Künstlern werden

Hautnah am Musikverein. Schulkinder, Dirigent Erwin Bachhofer und die Musikanten.
Bild: Armin Schmid

Bei einem Konzert des Musikvereins dürfen Buben und Mädchen direkt mitmachen.

Klarinetten waren zu hören, Hörner und Percussions, einzeln und nacheinander und auch miteinander und zu sehen waren fröhliche, staunende Kindergesichter und begeisterte Erwachsene. Die Rede ist vom Pilotprojekt „Kinderkonzert“ des Musikvereins Kellmünz, das vom Start weg ein durchschlagender Erfolg war. Ziel dieses ersten Kinderkonzert war es laut dem Vereinsvorsitzenden Florian Zanker auch kleinen Besuchern und Schulkindern ein konzertantes Ereignis nahe zu bringen. Und das ist bestens gelungen.

Zu den Besonderheiten zählte auch, dass mit Erwin Bachhofer und Georg Gschwind gleich zwei Dirigenten den Taktstock führten. Mit der monumentalen Eröffnungsfanfare aus dem Soundtrack von „Star Wars“ starteten die Kellmünzer Musikanten das musikalische Abenteuer. Die kindgerechte Präsentation des Konzertrepertoires wurde bereits beim zweiten Stück „Irish Dreams“ von Kurt Gäble deutlich. Vorab ließen verschiedene Register wie Trompeten, Flügelhörner oder Saxophone das sanfte, musikalische Grundthema der natürlichen Landschaft Irlands erklingen. Hörner und Posaunen antworteten mit dem markanten Gegenthema, das die zerklüfteten Küsten und Winde in den Vordergrund stellte.

Und dann kam das Highlight: Der König der Löwen

Ein neues Hörerlebnis, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen in ihren Bann zog. Danach haben die Kellmünzer Musiker das eingängige Stück auf gehobenem Konzertniveau in der Grundschulaula in Szene gesetzt.

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Begonnen hat das Projekt in der Grundschule. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen hat Ausbilderin Janina Zanker das Stück „In der Halle des Bergkönigs“ aus dem Bühnenstück „Peer Gynt“ von Edvard Grieg erarbeitet. Die Schulkinder durften spontan aufschreiben und malen, welche Geschichten ihnen zu der Musikmelodie einfallen. Die Ergebnisse wurden nach dem Konzert in einer Ausstellung präsentiert. Bevor der Verein auf musikalische Weise die „Halle des Bergkönigs“ betrat, waren es zwei vorab eingespielte Hörproben, die die Spannung auf die Märchengeschichte verstärkten. Den umgekehrten Weg ging Janina Zanker beim Titel „Voyage to the End oft the Earth“. Die Schulinder versuchten hierbei, Bilder aus der Geschichte selbst zu verklanglichen, also mit eigenen Instrumenten passende Klänge zu finden.

Die Ausbilderin betonte, dass Musik hilft, Filme noch besser zu erzählen. „Musik schlägt eine Brücke zwischen Bildern und Text“. Als gelungenes Beispiel haben die Musikanten die Filmmusik aus „König der Löwen“ in den Vordergrund gestellt und die gespannt wartenden Schulkinder durften diesmal sogar mitmachen. Dass auch die kleinen Besucher noch an der After-Show-Party teilnehmen durften versteht sich da von selbst.

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