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Illertissen

11.11.2019

Wie Vergangenes eine Lehre für die Zukunft sein kann

Bilder werden in der Schranne ausgestellt.
Foto: Sammlung Kathrin Grimm

Am Sonntag ist Volkstrauertag. In Illertissen beteiligen sich auch Jugendliche an der Gestaltung. Aber schon vorher gibt es Programm.

Illertissen Trauer, Trost, Hoffnung: Unter diesem Motto steht der diesjährige Volkstrauertag in Illertissen, der am Sonntag, 17. November, begangen wird. Die Organisatoren möchten zeigen: Jeder kann und soll aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen. Und so ist es naheliegend, dass auch die jüngere Generation eingebunden ist: Viele Jugendliche gestalten den Gedenktag mit. Ein Ziel ist es außerdem, in diesem Rahmen auf die Geschichten von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen aufmerksam zu machen. Denn diese Schicksale sind nicht nur in der Vergangenheit zu finden, sondern auch in heutiger Zeit. „Wir wollen die Themen Krieg, Vertreibung, Hoffnung in die Köpfe bringen, um ihnen mit Achtsamkeit zu begegnen“, sagt Stadtjugendpflegerin Kathrin Grimm.

Der Volkstrauertag in Illertissen beginnt am Sonntag, 17. November, um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der katholischen Kirche. Musikalisch begleitet wird dieser vom Großen Chor des Kollegs der Schulbrüder und von Markus Hubert an der Orgel. Ab 10 Uhr findet eine Gedenkfeier zu Ehren der Toten und Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs am Kriegerdenkmal statt. Verschiedene Akteure beteiligen sich an der Gestaltung der Feier, darunter die Stadtkapelle, Fahnenabordnungen, Böllerschützen und Schüler. Im Anschluss, von 11 bis 13 Uhr, veranstaltet die Stadt Illertissen einen Stehempfang in der Historischen Schranne. Die musikalische Untermalung übernimmt das Kammer-Kolleg-Orchester.

Volkstrauertag in Illertissen: In der Schranne ist einiges geboten

Für Besucher geöffnet ist die Schranne von 10.30 bis 16 Uhr. In dieser Zeit können sie bei freiem Eintritt verschiedene Ausstellungen besichtigen, die zum Nachdenken anregen sollen. Eine davon ist die Schau „Elbogener Einheimische“, welche Erinnerungen der Einwohner von Loket und deren Schicksale widerspiegelt. Sie soll zugleich an den Abschluss der Partnerschaft zwischen der tschechischen und bayerischen Stadt im Jahr 1999 erinnern. Die ausdrucksstarken Gefühle Trauer, Trost, Hoffnung kreativ aufgearbeitet haben Schüler der Erhard-Vöhlin-Mittelschule sowie der Fachschaft Kunst des Kollegs. Ihre Werke – Bilder und Illustrationen – sind ausgestellt. Eine in Zusammenarbeit mit der ambulanten Hospizgruppe Illertissen entstandene und zum Motto passende Collage präsentieren Schüler der Johannes-von-La Salle-Realschule.

Veranstalter des Gedenktags ist die Stadt zusammen mit den örtlichen Schulen sowie der katholischen und evangelischen Kirche Illertissen. Der Erlös – aus dem Verkauf von Getränken und einem Imbiss sowie aus Spenden – soll einer gemeinnützigen Organisation zugutekommen. Kerzen können zugunsten des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge gekauft werden.

Bereits im Vorfeld des Volkstrauertags am Sonntag finden zwei Veranstaltungen statt: Am heutigen Dienstag, 12. November, ist ein Themenabend im Jochen-Klepper-Haus geplant, bei welchem der Film „Der Sinn des Lebens“ gezeigt wird (Beginn: 20 Uhr).

Außerdem steht ein Nachtcafé am Mittwoch, 13. November, ab 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Martin auf dem Programm. Pfarrer Andreas Specker und der Leiter der Telefonseelsorge Ulm, Stefan Plöger, sprechen unter dem Titel „Das Leben ist wertvoll – Leben schützen, Menschen begleiten, Suizide verhindern“.

Der Eintritt zu diesen beiden Veranstaltungen ist frei.

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