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Babenhausen

12.06.2019

Wie das "Kinderhaus Hand in Hand" in Babenhausen umgebaut werden soll

Im und am „Kinderhaus Hand in Hand“ im Südwesten von Babenhausen wird sich etwas ändern.
Bild: Sabrina Schatz

Die Kinderbetreuung im Markt Babenhausen stößt an Grenzen. Die Kommune muss Platz für Übergangsgruppen schaffen. Was im und am „Kinderhaus Hand in Hand“ geplant ist.

Es ist eigentlich nur Plan B, soll aber auch noch von Nutzen sein, wenn Plan A greift: Das „Kinderhaus Hand in Hand“ in Babenhausen wird umgebaut und erweitert. Das ist erforderlich, weil die Marktgemeinde nicht mehr genügend Betreuungsplätze in den vier kommunalen Kindergärten anbieten kann.

Laut Bürgermeister Otto Göppel (CSU) mangelt es in den bestehenden Einrichtungen angesichts der Anmeldungen für das Kindergartenjahr 2019/20 bereits an rund 25 Plätzen. Daher muss der Markt nun rasch reagieren: Eine zusätzliche Gruppe soll übergangsweise im „Kinderhaus Hand in Hand“, auch Griesbach-Kindergarten genannt, untergebracht werden – solange, bis ein Neubau bezugsfertig ist. Das wird allerdings voraussichtlich noch eine ganze Weile dauern.

Nun soll zunächst das Untergeschoss des Kindergartens im Südwesten von Babenhausen umgebaut werden. Dies wurde laut Göppel mit der Fachberatung des Landratamts Unterallgäu so abgeklärt. Erforderlich für eine Genehmigung ist auch ein zusätzlicher Essbereich. Ein Container oder ein Ergänzungsbau standen hierfür als Varianten zur Diskussion – der Marktrat entschied sich für letzteres.

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Architekt Kay-Uwe Bertram stellte in der jüngsten Sitzung die vorläufigen Pläne vor. „Ich habe versucht, behutsam an den Bestand ranzugehen. Die Sanierung des Gebäudes ist noch nicht lange her“, sagte Bertram. Unter anderem soll im Keller ein Gruppenraum im Bereich der ehemaligen Volkshochschul-Küche entstehen. Geplant sind auch eine Garderobe und sanitäre Anlagen für Kinder und Personal. Zudem gelte es, das „Fluchtwegproblem“ zu lösen. Eine Fenstertür soll auf der Südseite ins Freie führen. Aus Bertrams Sicht sollte noch über die Verschattung nachgedacht werden, da es im Gruppenraum rasch warm werden könne.

Im Garten wird den Plänen zufolge ein eigenständiger, pavillonähnlicher Ergänzungsbau errichtet. Er soll Platz für zwei Dutzend Personen bieten und den geforderten Essbereich mit Ausgabe, Lagerraum und Toilette beinhalten. Dieses Gebäude mit begrüntem Flachdach wird vom Kindergartengebäude aus über einen Steg zu erreichen sein. Zur Bauweise sagte Bertram: „Wir werden es nicht massiv fundamentieren, damit es rückbaubar wäre an einem späteren Zeitpunkt.“

Bürgermeister Göppel sagte zu den geplanten Maßnahmen: „Das ist eine gute Lösung, auch für später, wenn die Gruppe woanders untergebracht ist.“ Wie die Nachnutzung aussehen soll, ist noch unklar. Ideen der Räte reichten vom Turnraum bis zum Besprechungszimmer.

Grundsätzlich äußerten die Räte Wohlgefallen an den Plänen, hatten jedoch noch einzelne Anmerkungen. Etwa, was den „Pendelverkehr“ vom Bestandsgebäude zum Häuschen anbelangt, wie es Martin Gleich (CSU) ausdrückte. Er schlug vor, den Weg zu überdachen, da es bei Regen oder im Winter mühsam für die Betreuer werden könnte, die Mädchen und Buben trocken in den Essbereich zu bringen. Bertram zeigte sich offen für eine „schlanke Konstruktion“ als Witterungsschutz.

Zum zeitlichen Ablauf: Laut Architekt ist der Umbau des Untergeschosses bis September realisierbar, das Häuschen allerdings werde bis dahin nicht stehen. Das Fundament könnte im Herbst gelegt werden und der Innenausbau spätestens im neuen Jahr starten – je nach Auftragsvergabe.

Mit dem Umbau am Griesbachkindergarten ist es für den Markt noch nicht getan. Eine weitere Gruppe soll provisorisch in Räumen hinter der Gemeindebücherei betreut werden. Die Gemeinde führt diesbezüglich Gespräche mit der Kirche, die Eigentümerin des Gebäudes ist. Der zweite Rettungsweg, der bei einer Nutzung des dortigen Obergeschosses erforderlich wird, stellt noch einen Knackpunkt dar. Eine Außentreppe ist angedacht – ob sie umsetzbar ist, sei zu klären.

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