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Bau

01.04.2020

Wie geht es weiter in der Danziger Straße?

Fast nahtlos: Zwischen den Bahngleisen und der Danziger Straße in Altenstadt ist nur wenig Platz.

Die Straße in Altenstadt ist seit Jahren im Gespräch. Sie soll um einen Gehweg erweitert werden, doch es gibt Schwierigkeiten

Ein Blick auf den Plan zeigt das Problem: In der schmalen Straße gibt es keinen Gehweg – und keinen Platz dafür. Die nicht abgezäumte Bahnstrecke nähert sich der Danziger Straße so sehr an, dass kaum ein Abstand mehr zwischen beiden ist. Für Fußgänger und Fahrradfahrer sei es auf der Danziger Straße laut Bürgermeister Wolfgang Höß geradezu gemeingefährlich. Bereits im Jahr 2013 fasste die Gemeinde den Entschluss, die Straße zu erweitern und erstellte eine Vorplanung. Die Möglichkeit, Raum für den Gehweg zu schaffen, besteht nur auf der Seite der Anlieger. Diese wehrten sich 2013 gegen das Vorhaben. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Anwohner der einseitig bebauten Straße hohe Beiträge für eine Erweiterung zahlen müssen – das ist jetzt anders.

Seit 2018 müssen Bürger keine Beiträge zur Verbesserung oder Erneuerung von Ortsstraßen mehr beisteuern. Nach mehreren Anfragen im vergangenen Jahr aus dem Gremium zur Sanierung der Danziger Straße in Altenstadt hat der Bauausschuss nun eine Zwischenbilanz gezogen. Durch die wegfallenden Beiträge sei es mittlerweile kein Risiko mehr für die Anwohner, Grund an die Gemeinde zu verkaufen, sagt Höß. 205 Quadratmeter auf einer Länge von 425 Metern konnten einem Anwohner bereits abgekauft werden. Für das Vorhaben stehe noch ein größerer Grunderwerb aus, doch das verzögere sich nun. Denn das weitere Vorgehen müsste mit der Regio-Bahn abgestimmt werden. Denn der geplante Großausbau der Illertalbahn betrifft auch Altenstadt. Es ist noch unklar, wie viel Raum die Bahn für Schutzmaßnahmen und die kommende Elektrifizierung benötigt. Beide Planungsprozesse müssten dringend aufeinander abgestimmt werden, damit nicht etwa an zwei Baustellen zur gleichen Zeit gebaut würde.

Ein Termin mit der Regio Bahn sei Bürgermeister Höß zufolge noch nicht festgelegt und der aktuellen Situation durch das Coronavirus geschuldet: „Vieles geht durch Telefonkonferenzen, aber dafür braucht es ein persönliches Gespräch.“ Mehrere Gemeinderatsmitglieder kritisieren, dass das Projekt zu halbherzig angegangen worden war und fordern mehr Transparenz. Für ein Gelingen müsste unbedingt klarer kommuniziert werden. Harald Stölzle sagt: „Wir müssen die Anwohner alle an einen Tisch bitten, ohne das kommen wir nicht weiter.“ (akas)

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