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Illertissen

11.12.2018

Wie sich der Illertisser Weihnachtsmarkt wandeln könnte

Auf dem Illertisser Weihnachtsmarkt 2018 wurden am Stand der Illertisser Zeitung wieder zahlreiche Päckchen mit Plätzchen verkauft.
Video: Wilhelm Schmid

Zwei Wochenenden lang konnten Besucher in Illertissen Adventsstimmung genießen. Der Veranstalter ist zufrieden. Doch es gibt neue Pläne für die Zukunft.

Die Buden auf dem Platz vor der Schranne sind leer, viele davon sogar schon abgebaut. Der 22. Illertisser Weihnachtsmarkt ist vorbei. Am Sonntag war der letzte Verkaufstag in diesem Jahr. Zwei Wochenenden lang hat der Markt jeden Tag Hunderte Besucher angelockt. Von weihnachtlichen Deko-Artikeln über selbst gebackene Plätzchen zu Glühwein- und Essständen war alles geboten, was ein Weihnachtsmarkt braucht. Nicht nur die meisten Besucher freuten sich über das Angebot. Auch bei der Stadt gibt man sich mit dem Verlauf des Markts zufrieden. Einer hat sogar schon Pläne für die kommenden Jahre.

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Henning Tatje, Tourismusbeauftragter der Stadt, war für die Organisation mitverantwortlich. Jetzt, da der Markt vorbei ist, beklagt er nur eines: „Das Wetter hätte besser sein können.“ Denn der ein oder andere potenzielle Besucher sei wegen des teils starken Regens und des Windes an beiden Wochenenden wohl lieber zuhause geblieben. Trotzdem ist Tatje überzeugt: Der Weihnachtsmarkt war ein Erfolg. Auch, was die Besucherzahlen angeht. Er schätzt, dass bis zu 5000 Besucher da waren. „Auf dem Markt war sehr viel Bewegung, deswegen kann man das nie so genau sagen.“ Er sagt: „Am ersten Wochenende war mehr los.“

Die Stimmung auf dem Markt war durchgehend gut, nicht nur bei den Besuchern. Auch die Händler waren wohl mit den Besucherzahlen und der Organisation zufrieden. Als kommisarischer Marktmeister sei Tatje jeden Tag auf dem Schrannenplatz gewesen, habe mit den Verkäufern gesprochen und die Standgebühren eingetrieben. „Wenn man als Marktmeister kommt, kriegt man von den Händlern entweder Rüffel oder Glühwein. Rüffel habe ich nicht bekommen“, witzelt er. Tatje ist überzeugt: Dass der Markt so gut ankommt, hat auch mit dem Platz zu tun. Denn mit dem beleuchteten Vöhlinschloss im Hintergrund mache sich auch ohne Schnee das passende weihnachtliche Ambiente breit.

Wie sich der Illertisser Weihnachtsmarkt wandeln könnte

Auch Besuch aus Tschechien war in Illertissen

Nur einen Kritikpunkt habe es immer wieder gegeben: Einige Besucher waren der Meinung, dass es zu viele Trink- und Essstände auf dem Markt gebe. Auch in der Stadtverwaltung sei das Thema angesprochen worden. Doch Tatje verweist auf andere Märkte in der Umgebung. Dort sei die Verteilung von Ess- und Dekoständen ungefähr gleich. „Ein bisschen regelt ja auch die Nachfrage das Angebot“, sagt er. Trotzdem müsse auch künftig darauf geachtet werden, dass das Angebot ausgeglichen ist.

Die schönsten Bilder von der Eröffnung des Weihnachtsmarkt in Illertissen
34 Bilder
So schön ist der Weihnachtsmarkt in Illertissen
Bild: Felix Oechsler

In einer der vielen verschiedenen Buden waren in diesem Jahr auch Besucher aus dem Ausland anzutreffen. Die waren aus der Illertisser Partnerstadt Elbogen angereist, um sich den Weihnachtsmarkt anzusehen und selbst Spezialitäten aus der tschechischen Heimat zu verkaufen. Besonders der heiße Becherovka, ein Kräuterlikör, und die frisch gebackenen Liwanzen, ein süßliches Gebäck, kamen laut Marita Kaiser vom Partnerschaftskomitee sehr gut an.

Auf dem Illertisser Weihnachtsmarkt 2018 wurden am Stand der Illertisser Zeitung wieder zahlreiche Päckchen mit Plätzchen verkauft.
Video: Wilhelm Schmid


Henning Tatje hat schon einige Pläne

Für die Weihnachtsmärkte der kommenden Jahre hat Henning Tatje schon jetzt einige Pläne, auch wenn er das Amt des Marktmeisters derzeit nur kommisarisch innehat. Wenn es nach ihm geht, soll der vorweihnachtliche Treff auf dem Schrannenplatz erweitert werden. Zum Beispiel will er den Mittelaltermarkt, der bis vor wenigen Jahren dazugehörte, wiederbeleben. Schon 2019 soll es soweit sein. Auf dem Parkplatz hinter der Schranne sollen dann einige Buden mit passenden Dekorationen wie Fellen und Trinkhörnern das Flair des 14. Jahrhunderts versprühen. Tatje: „Ich sehe da Potenzial. Das wäre eine gute Ergänzung.“ Eigentlich, sagt er, wollte er das schon in diesem Jahr umsetzen. „Das war dann aber doch zu kurzfristig.“

Und noch etwas will Tatje angehen. Denn seiner Meinung nach ist der Markt mit den Öffnungszeiten an zwei Wochenenden zerrissen. Schließlich bleiben die Buden unter der Woche geschlossen. Wenn es nach dem Tourismusbeauftragen geht, soll sich das aber schon ab kommendem Jahr ändern. Denn Tatje will zumindest manche der Buden auch wochentags öffnen und damit mehr Besucher auf den Schrannenplatz locken.

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