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Illertissen

27.06.2017

Wirtschaft in der Region brummt

Beim Sommerempfang wurde viel debattiert, im Bild von links: Nicole Schwab (Bezirksgeschäftsführerin), Jürgen Eisen, Klaus Holetschek, Herbert Geiger, Sabine Krätschmer,  Erich Ferber und Georg Büchele (Landesschatzmeister).
Bild: R. Langhans

Vertreter der schwäbischen Wirtschaft tauschen sich beim zweiten Sommerempfang am Vöhlinschloss aus.

Zum zweiten Mal hat Erich Ferber, Vorsitzender des Bundes der Selbstständigen (BDS) in Illertissen, mit Unterstützung benachbarter Ortsverbände einen Sommerempfang für Vertreter der schwäbischen Wirtschaft organisiert. Der Illertisser Verband zählt 55 Mitglieder. Ferber hatte sich wieder für den Innenhof des Vöhlinschlosses entschieden, weil im Vorjahr der Rahmen allen gefallen habe.

So wehte Samstagabend hoch über den Dächern Illertissens ein leichter Wind, während 170 geladene Gäste bis aus Kempten, Gersthofen oder Günzburg die Gelegenheit nutzten, sich kennenzulernen oder auszutauschen. Jürgen Eisen, Bürgermeister in Illertissen, stellte den Ort ihres Treffens auch als „Hochschulschloss“ vor, das von den Hochschulen Augsburg, Neu-Ulm und Kempten für Seminare genutzt werde. 5000 Studenten hätten so den Weg nach Illertissen gefunden. Eisen appellierte an die Wirtschaft „als den Motor“ für vieles innerhalb einer Gesellschaft.

Die Frühjahrsumfrage der Industrie- und Handelskammer der Region Donau/Iller habe mit 142 Punkten den „höchsten Zuversichtswert innerhalb Westschwabens“ – ein Maß für den optimistischen Blick nach vorne – bescheinigt, informierte die stellvertretende Landrätin Sabine Krätschmer aus Neu-Ulm. Eine Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent im April im Landkreis bedeute im volkswirtschaftlichen Sinne Vollbeschäftigung. Krätschmer: „Mit 120 Industrie- und 22000 Handwerksbetrieben sind wir sehr gut aufgestellt.“ Hinzu komme eine überdurchschnittliche Kaufkraft von 106 Punkten, der Index liege bei 100 Punkten. Bezirksstellvertreter Herbert Geiger hatte zwei aktuell drängende Probleme der Wirtschaft angesprochen: Einmal das angekündigte Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in Großstädten, weshalb Firmen ihre Kunden nicht mehr beliefern könnten. Und dann die in Bayern praktizierten Abschiebungen von Asylbewerbern, weshalb den Betrieben wichtige, bereits integrierte Fachkräfte verloren gingen.

Darauf hatte Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek Antworten parat: Dieselfahrverbote in Großstädten auf die schnelle Art gingen gar nicht, Gespräche seien schon terminiert.

Was die Abschiebungen anbelangt, bat er um Verständnis, da nicht alle bleiben könnten. Dennoch sollten sich betroffene Betriebe melden, um Kompromisse zu finden.

Erich Ferber, der – inspiriert von anderen Bezirksverbänden - voriges Jahr erstmals einen schwäbischen Sommerempfang organisiert hatte, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf, sogar neue Mitglieder konnten gewonnen werden.

Für Unterhaltung musikalischer Art sorgte das Akustik-Duo „Parkbank“ mit eingängigen Liedern der Pop und Rockszene.

Mitglieder des Kunstzirkels hatten ihre Staffeleien dekorativ entlang der Säulenarkaden aufgestellt und so Einblicke in ihr Schaffen gegeben. (lor)

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