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Boos

24.02.2020

„Zu Boos g'hert weiß-blau“: So war der Umzug

„Boos first“ forderte dieser Donald Trump beim Umzug, angelehnt an das Motto des echten amerikanischen Präsidenten: „America first“.
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„Boos first“ forderte dieser Donald Trump beim Umzug, angelehnt an das Motto des echten amerikanischen Präsidenten: „America first“.
Bild: Franz Kustermann

Beim Umzug in Boos gibt es kreative Kostüme und einen tapferen Kampf gegen den Wind.

Der 49. Booser Faschingsumzug hat rund 6000 Besucher angelockt. Dominiert von aufwendig gestalteten Festwagen und 41 Faschingsgruppen schlängelte sich der farbenprächtige Zug mit etwa 1400 Mitwirkenden am Sonntag durch die Unterallgäuer Gemeinde. Prinzessin Annika I. und Prinz Benny I. strahlten in ihren weiß-blauen Gewändern um die Wette und riefen vom Wagen herab: „Alaaf und Helau – zu Boos g’hert weiß-blau.“

Vorausgegangen waren traditionell eine Narrenmesse in der Pfarrkirche mit der Booser Lumpenkapelle und ein offener Empfang mit Weißwurstfrühstück. Gefeiert wurde in zwei beheizten Partyzelten und im Dorfgemeinschaftshaus, wo es Kaffee und Kuchen gab. Erstmals wurde der Tag auch vom Bayerischen Fernsehen begleitet. Im kommenden Jahr wird am Faschingssonntag gegen 17.45 Uhr eine Zusammenfassung gesendet.

Die Motorradfreunde Boos nahmen sich dem Thema E-Mobilität an. Das Motto der Männer und Frauen: „Akku leer – geht nix mehr“.
Bild: Franz Kustermann

Die Umzugsstrecke verlief auch in diesem Jahr durch den Kernort. Bundeskanzlerin Angela Merkel marschierte dort etwa Arm in Arm mit Donald Trump und versicherte vehement: „Wir schaffen das“. Die Booser Stargarderetten kämpften mit ihren Regenbogen gegen den auffrischenden Wind an, die zahlreichen Prinzengarden tanzten durch die Straßen. Die Kostüme der Fußgruppen befassten sich beispielsweise mit Umweltschutz – wobei die Teilnehmer mit Unkrautspritzen gnadenlos in die Menge schossen. Für die kleinen Zuschauer gab es vielerlei Süßigkeiten und Popcorn. Und so mancher brachte auch eine gewaltige Portion Konfetti mit nach Hause.

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Polizei berichtet von Auseinandersetzung

In der Jahnstraße formierten sich die Umzugsteilnehmer anschließend zu einer Wagenparty und der Vorsitzende der Faschingsfreunde Boos, Christian Schütz, bilanzierte „einen rundum gelungenen, problemlosen Faschingsumzug“, bei dem die eigene Lumpenkapelle zu ihrem „20-Jährigen“ auch alle Ehemaligen rekrutiert hatte.

Auch die Illerhexen aus Kellmünz fanden den Weg nach Boos.
Bild: Franz Kustermann

Die Polizei Memmingen teilt mit, dass es abends gegen 20.35 Uhr zu einer Auseinandersetzung im Rahmen der Feierlichkeiten kam. Ein junger Mann wollte die Veranstaltung verlassen, als er von einem 16-Jährigen unvermittelt ins Gesicht geschlagen wurde. Eine Polizeistreife nahm die Personalien des Jugendlichen auf. Bei einer Durchsuchung entdeckten die Beamten noch ein sogenanntes Tierabwehrspray bei ihm und stellten es sicher. Den 16-Jährigen erwartet eine Anzeige wegen Körperverletzung. (fk)

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