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Vöhringen

04.05.2020

Zwei Vöhringer stehen jetzt an der Spitze des Landkreistags

Die zwei Vöhringer Elmar Stegmann (links) und Thorsten Freudenberger (rechts) folgen an der Spitze des Bezirksverbandes Schwaben des Bayerischen Landkreistages auf den Ichenhauser Hubert Hafner (Mitte), der sich in den Ruhestand verabschiedet hat.
Bild: Daniela Hintereder/Landkreis Lindau

Plus Elmar Stegmann und Thorsten Freudenberger wurden gewählt. Erster Punkt auf der Tagesordnung: Die Folgen der Corona-Pandemie für die Kommunen.

Beide stammen aus Vöhringen, haben am dortigen Illertal-Gymnasium 1992 gemeinsam Abitur gemacht und führen nun den Bezirksverband Schwaben im Bayerischen Landkreistag. Bei einer Arbeitstagung in Dillingen wurde der Lindauer Landrat Elmar Stegmann zum Vorsitzenden, sein Neu-Ulmer Amtskollege Thorsten Freudenberger zu seinem Stellvertreter gewählt. Sie wollen die Kommunen vor den Folgen der Corona-Pandemie schützen.

Die Entscheidung der Landrätinnen und Landräte fiel einstimmig

Einstimmig sprachen sich die schwäbischen Landrätinnen und Landräte für das neue Führungsduo aus, nachdem der scheidende Günzburger Landrat Hubert Hafner, der den Bezirksverband seit 2014 zusammen mit Elmar Stegmann geführt hatte, bei der Kommunalwahl nicht mehr angetreten war.

Auch auf der Tagesordnung: Die Folgen von Corona für die Kommunen

Neben den Neuwahlen stand auf der Tagesordnung der Austausch der amtierenden und neugewählten Landkreischefs mit Regierungspräsident Erwin Lohner über die aktuelle Corona-Lage. Während derzeit die Landratsämter mit ihren Gesundheitsämtern und weiteren Fachbereichen die Hauptarbeit bei der Bekämpfung der Pandemie leisten, müsse man sich jetzt auch auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen nach Corona einstellen. Denn eines ist für das neue Führungsduo der schwäbischen Landräte klar: „Einbrechende Steuereinnahmen bei gleichzeitig steigenden Soziallasten werden zu erheblichen Mehrbelastungen in den kommunalen Haushalten führen.“ Hier sind der Bund und der Freistaat Bayern gefordert, einen finanziellen Schutzschirm auch über die Kommunen zu spannen.

Die innovative Kraft aus der Krise mitnehmen

„Neben den Hilfs- und Rettungspaketen für die Wirtschaft dürfen die Kommunen nicht aus den Augen verloren werden“, betonen die Landkreisvertreter. Durch die Ausgangsbeschränkungen sowie die Schutzvorkehrungen bei den Behörden ist auch deutlich geworden, dass der bereits eingeschlagene Weg, die Online-Angebote der öffentlichen Verwaltung weiter auszubauen, mit Nachdruck weiterverfolgt werden muss. „Wir müssen aus der Krise die innovative Kraft mitnehmen. Für effektivere Prozesse und moderne Arbeitsmöglichkeiten wie Home-Office gibt es nun einen Schub, den wir unbedingt positiv nutzen müssen“, fordert Landrat Thorsten Freudenberger. (az)

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