Regionalliga Bayern

13.09.2019

Da fehlte der Durchblick

Das ging gewaltig ins Auge: Zum dritten Mal in den vergangenen Jahren spielte der FV Illertissen (im blauen Trikot Stanislaus Herzel) im Pokal gegen Memmingen, zum dritten Mal kamen die Allgäuer weiter.
Bild: Olaf Schulze

Im Pokal gegen Memmingen blieb der FV Illertissen eine Menge schuldig. Aber Trainer Marco Küntzel weiß, dass seine Mannschaft in der Lage ist, mehr zu leisten

Die 0:2-Niederlage des FV Illertissen im Achtelfinale des Totopokals beim FC Memmingen am Dienstag lässt vermutlich wenig Aufschlüsse zu für das Heimspiel der bayerischen Fußball-Regionalliga gegen Wacker Burghausen am Samstag (14 Uhr). Schließlich war der FVI mit einer gegenüber dem Wochenende zuvor auf acht Positionen veränderten Mannschaft angetreten. Trainer Marco Küntzel haderte hinterher trotzdem mit der Einstellung seiner Schützlinge: „Bei uns war keine Begeisterung für den Pokal und das Derby erkennbar.“ Aber wozu seine Mannschaft tatsächlich imstande ist, das weiß er ja seit dem 3:1 bei der SpVgg Greuther Fürth. Wichtig wäre es jetzt, gegen Burghausen nachzulegen, denn trotz des dritten Dreiers dieser Saison ist der FVI noch längst nicht aller Abstiegssorgen ledig.

Küntzel begründete seine Aufstellung gegen Memmingen: „Ich wollte dem einen oder anderen Spieler die Möglichkeit geben, sich zu zeigen.“ Gleichzeitig fordert er: „Egal, wer gegen Burghausen aufläuft – wir müssen einfach den unbedingten Willen aufbringen, das Spiel zu gewinnen. Vor allem zuhause sind wir mal wieder gefordert und müssen was zeigen.“ Seine Idealvorstellung ist eine kleine Serie von drei oder vier Spielen ohne Niederlage und endlich einmal wieder ein Spiel ohne Gegentor. Das ist dem FVI bisher erst einmal gelungen und zwar gleich zum Auftakt der Saison eben gegen Memmingen.

Küntzel spricht damit nicht nur die Defensive an. Er bemängelt auch, dass die nach vorn gespielten Bälle zu oft postwendend wieder zurückkommen. Abhilfe schaffen könnte in dieser Hinsicht Kai Luibrand, der beim Pokalspiel pausierte. Auch Marco Hahn, Maurice Strobel und Marius Wegmann dürften wieder im Kader sein. Kein Thema ist Max Zeller, bei dem eine MRT-Untersuchung Aufschluss über die Schwere der Verletzung im Spiel gegen Fürth geben wird.

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Der frühere Zweitligist Wacker Burghausen versucht seit Jahren an erfolgreiche Zeiten anzuknüpfen. Seit dem Abstieg aus der dritten Liga in der Saison 13/14 konnte die Mannschaft aus dem Landkreis Altötting zwar immer wieder mal an den vorderen Plätzen schnuppern, aber der große Wurf gelang ihr nicht. Auch für diese Saison hat man sich in Burghausen eine Menge vorgenommen. Mit Sammy Ammari vom TSV Buchbach wurde ein echter Knipser verpflichtet. Mit den ehemaligen 60ern Felix Bachschmid und Lukas Aigner, dem früheren Bayern-Spieler Marius Duhnke sowie Muhamed Subasic mit seiner Erfahrung aus 25 Zweitligaspielen bei Dynamo Dresden hat Wacker weitere Hochkaräter im Kader. Trotzdem war der Saisonauftakt mit drei Niederlagen nacheinander alles andere als berauschend. Dann fing sich die Mannschaft und gewann fünf der vergangenen sieben Spiele.

Beim FVI wird Stefan Baric wegen eines Muskelfaserrisses sicher fehlen. Dafür könnte Tim Buchmann demnächst wieder einsatzfähig sein.

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