Newsticker

USA: Fünf Millionen gemeldete Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie

Basketball

31.01.2020

Der Abschied des besten Spielers

Abschied von den Ulmer Fans: Zoran Dragic hat nur eine halbe Saison lang für den Basketball-Bundesligisten gespielt. Jetzt macht er von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch und wechselt zum spanischen Euroleague-Teilnehmer Baskonia.
Bild: imago-images/Nordphoto/Hafner

Zoran Dragic verlässt wie befürchtet tatsächlich die Ulmer und wechselt zum spanischen Verein Baskonia. Wie der Bundesligist auf diese Situation reagiert

Das Thema wurde öffentlich heftig diskutiert, seit unsere Zeitung vor etwas mehr als zwei Wochen erstmals und exklusiv über einen möglichen Abschied von Zoran Dragic berichtet hat. Seit Donnerstag ist klar, dass der beste Spieler von Ratiopharm Ulm den Basketball-Bundesligisten tatsächlich verlässt. Der 30-jährige Slowene geht zum spanischen Euroleague-Teilnehmer Baskonia und ein Stück weit wurden die Ulmer von der Entwicklung dann doch überrascht. Sportdirektor Thorsten Leibenath sagte: „Es ist so, dass wir von der theoretischen Möglichkeit wussten. Gleichzeitig waren die Signale in den letzten Tagen und Wochen eher so, dass wir davon ausgehen konnten, dass Zoran bleibt.“

Dass der NBA-Veteran eine Ausstiegsklausel im Vertrag hat, das hatten nach dem ersten Bericht in unserer Zeitung zunächst nacheinander Kapitän Per Günther und dann Dragic selbst in Interviews bestätigt. Am Donnerstagmittag verdichteten sich dann die Vermutungen, dass der Spieler von dieser Klausel tatsächlich Gebrauch macht. Zunächst sagte Ratiopharm Ulm ein geplantes Medientraining kurzfristig ab. Schon Minuten danach meldete Baskonia auf den sozialen Medien die Verpflichtung: „Willkommen in unserer Familie.“ Eine konkrete Anfrage des Vereins aus der 250000-Einwohner-Stadt Vitoria-Gasteiz oder vom Agenten des Spielers soll es laut einer Pressemitteilung von Ratiopharm Ulm nicht gegeben haben. Entsprechend verschnupft kommentierte der Ulmer Manager Thomas Stoll den Wechsel auf Twitter: „Baskonia braucht dringend Hilfe. Da wollen wir mal nicht so sein. Die hatten nicht einmal Zeit, uns vorab zu informieren.“

Klar ist, dass Dragic bei den Ulmern eine riesige Lücke hinterlässt. Der Slowene war nicht nur der sportliche und emotionale Anführer der Mannschaft, sondern mit knapp 20 Punkten im Schnitt auch der beste Werfer der Basketball-Bundesliga. Für Ulm hat er 15 Punkt-, drei Pokal- und zehn Eurocup-Partien bestritten, wirklich schlecht hat er nur einmal gespielt: Bei der Niederlage im Halbfinale des Pokals gegen Oldenburg. Leibenath sagt zu den Konsequenzen des Abschieds: „Das bedeutet, dass jeder einzelne Spieler einen Tick mehr gefordert ist.“ Der Sportdirektor versichert aber auch: „Wir werden eine Nachverpflichtung tätigen. Da sind wir schon relativ weit, weil wir nicht ganz unvorbereitet auf die Situation waren.“ Aber auch Thorsten Leibenath weiß: „Man kann davon ausgehen, dass ein Spieler wie Zoran Dragic nicht eins zu eins ersetzt werden kann.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren