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Basketball

25.07.2020

Der Mann fürs Grobe verlässt die Ulmer

Verbissener Kampf um den Ball im Getümmel – das ist die Art, wie Gavin Schilling Basketball spielt.
Bild: Horst Hörger

Gavin Schilling ist ein Spieler, der polarisiert. Ohne ihn gibt es Handlungsbedarf auf den großen Positionen

Zwei Jahre lang hat Gavin Schilling für Ratiopharm Ulm in der Bundesliga gespielt und er ist einer der Basketball-Profis, die polarisieren. Ein Teil der Anhängerschaft schätzte die Kraft und die Arbeitsmoral des 2,06 Meter großen und 107 Kilogramm schweren Modellathleten, der seine Qualitäten vor allem in der Verteidigung hat. Ein anderer Teil amüsierte sich über den bisweilen unbeholfen und geradezu tollpatschig wirkenden Umgang des 25 Jahre alten Deutsch-Amerikaners mit dem Ball. Schilling war zwei Jahre lang eher ein Mann fürs Grobe, jetzt ist er weg. Die Ulmer hätten seinen Vertrag gerne verlängert, der Spieler sucht eine neue Herausforderung.

Beim Saisonabschluss-Turnier in München und in seinem gesamten zweiten Jahr bei Ratiopharm Ulm hat sich Gavin Schilling gesteigert. Er kam im Schnitt auf 5,6 Punkte und 3,5 Rebounds – das sind ordentliche Zahlen. Der Ulmer Geschäftsführer Thomas Stoll sagt: „Er hat mit seinen Auftritten beim Final-Turnier Begehrlichkeiten bei anderen Teams geweckt.“

Auf den großen Positionen besteht damit bei Ratiopharm Ulm Handlungsbedarf. Die eigentlich noch laufenden Verträge mit Grant Jerrett und Derek Willis wurden bekanntlich aufgelöst, Jerrett hat inzwischen in der Türkei bei Darüssafaka Istanbul unterschrieben und Willis bei Brindisi in Italien. Seth Hinrichs zieht es dem Vernehmen nach in die erste spanische Liga, auch mit ihm wird es jedenfalls voraussichtlich kein Wiedersehen geben. Thomas Stoll hatte dazu vor einigen Tagen auf Twitter geschrieben: „Franzosen, Italiener und Spanier kaufen die BBL leer. Wie bezahlen die das?“

Ratiopharm Ulm hat derzeit jedenfalls für die großen Positionen nur Dylan Osetkowski und den 21-jährigen Nachwuchsspieler Nicolas Bretzel zur Verfügung. (pim)

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