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Basketball-Bundesliga

15.02.2019

Die Ulmer fallen Würzburg in den Arm

Diesmal stimmte die Ulmer Intensität auch in der Verteidigung. Hier stoppt Ryan Thompson den Würzburger Gabriel Olaseni.
Bild: Imago/HMB-Media

Eindrucksvolle Reaktion auf die zwei Niederlagen gegen Gießen und Jena. Ein Rekord wird Bestand haben

Ratiopharm Ulm hat tatsächlich die erhoffte Reaktion auf die Niederlagen gegen Gießen und Jena gezeigt. Im letzten Spiel vor der gut zweiwöchigen Länderspielpause in der Basketball-Bundesliga lieferten die Ulmer in Würzburg eine wirklich starke Vorstellung ab und beendeten mit einem 99:77-Ausrufezeichen die Serie der Mannschaft aus Mainfranken von zuvor sechs Siegen in Folge.

Anders als in den vorherigen Partien überstanden die Ulmer diesmal das erste Viertel unbeschadet. Nach zehn Minuten hieß es 19:19 und Ra‘Shad James eröffnete den zweiten Spielabschnitt mit zwei Dreiern zur 25:21-Führung. Ryan Thompson erhöhte den Vorsprung mit einem Treffer aus der Halbdistanz sogar auf neun Punkte (31:22), aber in erster Linie dominierte der Neuzugang aus Bonn dieses Viertel. James legte ohne Fehlwurf drei weitere Treffer von draußen und einen ganz weiten Zweipunktewurf nach. Zur Halbzeit hieß es somit 47:38 für die Ulmer, die schon bis dahin offensiv wie defensiv um Längen besser gespielt hatten als am Samstag gegen Gießen und am Dienstag gegen Jena und die obendrein dem Gegner allein in diesem Spielabschnitt 28 Punkte eingeschenkt hatten.

Das Ergebnis war deutlich, aber es war noch kein Grund zur Euphorie für die mitgereisten Fans. Ebenso wie neuerdings das erste gilt schließlich auch das dritte als Ulmer Problemviertel. Aber die Skepsis erwies sich schnell als unberechtigt. Die Gäste starteten mit einem spektakulären Alley-Oop von Ryan Thompson auf Javonte Green in die zweite Halbzeit und sie erhöhten in der Folge den Druck auf den Gegner sogar noch. Nach zwei Minuten war der Vorsprung auf 17 Punkte (56:39) angewachsen und bei Würzburg war bereits eine erste Auszeit fällig.

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Die Maßnahme von Trainer Denis Wucherer hatte immerhin ein bisschen Wirkung. Seine Mannschaft drückte den Rückstand kurzzeitig auf unter zehn Punkte (55:64), aber die Ulmer hatten die Sache schnell wieder unter Kontrolle und gingen mit einer 74:60-Führung ins Schlussviertel. Mit einem schnellen 6:0-Lauf schraubten die Ulmer den Vorsprung erstmals auf 20 Zähler (80:60) und damit war frühzeitig klar, dass sie den ersten Schritt aus der Krise getan haben. Nationalspieler Ismet Akpinar stellte völlig zurecht fest: „Nach den beiden bitteren Niederlagen gegen Gießen und Jena hat man gesehen, mit wie viel Intensität wir zu Werke gegangen sind.“

Sehr gut unter Kontrolle hatten die Ulmer den Würzburger Scharfschützen Jordan Hulls, der noch zwei Tage zuvor beim Würzburger Sieg gegen Göttingen acht von zehn Dreiern getroffen hatte.

Interessant war auch die Verteilung der Einsatzzeiten bei Ratiopharm Ulm. Kapitän Per Günther spielte nach seinem kurzen Arbeitstag gegen Jena wieder mehr als 14 Minuten lang, Bogdan Radosavljevic bekam sogar mehr als 20 und Gavin Schilling kam nach seiner unsäglich schwachen Vorstellung am Dienstag erst im letzten Viertel aufs Parkett, als die Partie bereits entschieden war.

Zusätzlichen Auftrieb könnte Ratiopharm Ulm die 82:83-Niederlage von Tabellenführer Bayern München am frühen gestrigen Abend in Oldenburg geben. Der Ulmer Fabel-Rekord aus der vorletzten Saison von 27 Siegen in Serie wird damit in jedem Fall auch diese Spielzeit überstehen.

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