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Basketball-Bundesliga

25.01.2021

Eine Mannschaft hebt ab

Wer so deutlich gewinnt wie Ratiopharm Ulm, der kann auch ein paar spektakuläre Aktionen einstreuen. Hier stopft Demitrius Conger den Ball hoch über seinem Gegenspieler in die Reuse.
Foto: Horst Hörger

Ulm lässt dem Aufsteiger Chemnitz nicht den Hauch einer Chance. Damit erfüllen die Spieler ihrem Trainer zum zweiten Mal nacheinander einen Wunsch

Die Mannschaft von Ratiopharm Ulm hat es zum zweiten Mal nacheinander eindrucksvoll geschafft, in einem Spiel der Basketball-Bundesliga eine enge Schlussphase zu vermeiden und ihrem Trainer Jaka Lakovic damit einen dringenden Wunsch erfüllt. Dabei war der 102:63-Heimsieg gegen den Aufsteiger Chemnitz am Sonntag noch viel überzeugender als der Auswärtserfolg in Göttingen eine Woche zuvor.

Genau so hatten die Ulmer sich den Start in dieses Spiel gegen Chemnitz vorgestellt: Selber spielten sie sich geduldig gute Würfe heraus und ließen mit einer konzentrierten Verteidigung auf der anderen Seite so gut wie nichts zu. Nachdem Aric Holman und Dylan Osetkowski nacheinander zwei Dreier getroffen hatten, war die Ulmer Führung bereits nach fünf Minuten zweistellig (16:4). Gästetrainer Rodrigo Pastore nahm eine frühe Auszeit – dass seine Mannschaft noch weiter ins Hintertreffen geriet, das konnte er damit nicht verhindern. Chemnitz bekam weiterhin so gut wie keine freien Schüsse und der Ulmer Kapitän Per Günther traf mit der Sirene von draußen zum 23:8 für seine Mannschaft nach dem ersten Spielabschnitt. Der Aufsteiger hatte da zudem bereits an einer wenig rühmlichen Statistik gebastelt. Chemnitz leistet sich die meisten Ballverluste aller Mannschaften in der Basketball-Bundesliga, allein sechs waren es in diesen ersten zehn Minuten in der Ratiopharm-Arena.

Ulm zog in den ersten Minuten des zweiten Viertels noch weiter weg auf 28:10, ehe Isiaha Mike im siebten Versuch endlich den ersten Dreier für den Aufsteiger traf. An den Kräfteverhältnissen änderte sich dadurch aber rein gar nichts, Ulm blieb klar überlegen und spielte zudem zwischendurch auch noch höchst spektakulär: Dreierversuch von Andreas Obst, der Ball prallt vom Ring ab, von weit weg fliegt Holman an und stopft ihn in die Reuse. Wären Zuschauer in der Halle gewesen, die Ratiopharm-Arena wäre in diesem Moment explodiert. Vor allem in den letzten Minuten vor der großen Pause schraubten die Ulmer dann auch noch ein bisschen am Ergebnis und erhöhten den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 48:25. Allein 16 Punkte hatte bis dahin bereits Osetkowski erzielt – nur neun weniger als die gesamte Mannschaft von Chemnitz. Man könnte die Ulmer Vorstellung bis dahin souverän nennen – nach Auffassung von Thorsten Leibenath wäre das eine Untertreibung. „Das war defensiv herausragend“, sagte der Sportdirektor im Halbzeitinterview mit Magenta-Sport.

Entschieden war die Partie damit natürlich sowieso. Ulm zog nach Wiederbeginn schnell auf mehr als 30 Punkte weg und kam gegen einen Gegner von überschaubarer Qualität nicht mehr ansatzweise in Schwierigkeiten. Die nächsten Gegner in der Bundesliga sind der MBC, Frankfurt und Braunschweig. In der Ulmer Verfassung vom Sonntag sollte es auch in diesen Spielen keine engen Schlussphasen geben.

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