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Vorschriften

02.07.2020

Fußball-Spagat zwischen Bayern und Württemberg

Bisher haben die Vereine aus dem Landkreis Neu-Ulm den Spagat gut hingekriegt. Aber Zweikämpfe wie auf unserem Bild sind zwar in Württemberg wieder erlaubt, in Bayern bleiben sie verboten.
Bild: Hermann Ernst

Manche Vereine dürfen wieder voll trainieren, andere nicht. Das gefährdet den Saisonstart. Und was wird eigentlich aus dem Pokal?

Geografisch in Bayern daheim, aber in Württemberg im Spielbetrieb – diesen Spagat haben die Fußballvereine im Landkreis Neu-Ulm viele Jahre lang ohne größere Probleme hingekriegt. Wegen der unterschiedlichen Pandemiebestimmungen in beiden Bundesländern könnte es aber demnächst riesige Probleme geben.

Ein Beispiel aus der Kreisliga A Iller: Zweikampftraining, Freundschaftsspiele, Blitzturniere – seit Mittwoch alles wieder erlaubt beim württembergischen Verein SV Balzheim. Das Sportgelände des bayerischen Ligakonkurrenten FV Altenstadt ist nur vier Kilometer entfernt, Körperkontakt bleibt dort vorerst verboten. Auch in der Landesliga, sowie in den Kreisligen A und B Iller müssen sich die Mannschaften nach unterschiedlichen Bestimmungen richten. Das spielt im Moment noch nicht die große Rolle, denn kaum ein Verein hat schon ernsthaft mit der Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Auch beim Landesligisten TSV Buch standen bisher nur ein paar leichtere Einheiten auf dem Programm. Aber Trainer Harry Haug sagt: „Am 11. Juli wollen wir wieder richtig einsteigen. Spätestens dann sollten die Bayern bei den Lockerungen nachgezogen haben.“

Wenn nicht, dann kann von einer Chancengleichheit später im Wettkampf keine Rede sein. Manfred Merkle, der Chef des Bezirks Donau/Iller, war eigentlich vorsichtig optimistisch, dass im September die neue Saison beginnen kann. Jetzt sagt er ganz klar: Wenn nicht auch die Vereine in Bayern mindestens zwei bis drei Wochen Zeit für eine vollwertige Vorbereitung haben, dann wird der Start in den betroffenen Ligen verschoben.

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In seiner voraussichtlich letzten Amtszeit steht Merkle vor der Herkulesaufgabe, unter Corona-Bedingungen eine neue Saison zu planen und einen Teil der alten abzuschließen. Die Punkterunde wurde zwar abgebrochen, aber der Bezirkspokal soll zu Ende gespielt werden. Allein schon deswegen, weil der Sieger sich für den Verbandspokal qualifiziert. Die Zeit drängt. Man ist schließlich erst im Viertelfinale, drei Runden stehen also inklusive Finale noch auf dem Programm und auf Verbandsebene soll es schon am 8. August wieder losgehen. Das nächste Problem: Im Viertelfinale trifft Buch II auf den FV Weißenhorn. Das sind zwei bayerische Vereine, die derzeit noch nicht einmal voll trainieren, geschweige denn spielen dürfen.

Erlaubt wäre es, diese Partie auf einem neutralen und württembergischen Platz auszutragen, auch wenn das keiner will. Und was wird eigentlich aus dem Bezirkspokal in der neuen Saison? Ausgelost wurde der immer im Juli in der vollen Junginger Albhalle. Dieser Rahmen ist in Pandemiezeiten kaum vorstellbar. Immerhin eine Sache ist klar: Es muss kein Verein mehr beim Bezirkspokal mitmachen. Die B-Kreisligisten konnten bisher schon freiwillig verzichten, künftig können das auch die A-Kreisligisten und Bezirksligisten.

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