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Basketball-Bundesliga

06.10.2017

Gehen die Ulmer gegen Bayreuth ein drittes Mal in die Knie?

Trainer Thorsten Leibenath verschaffte sich in Bonn knieend einen besseren Überblick über das Spielgeschehen. Es war indes wenig erfreulich, was er von seiner Mannschaft zu sehen bekam.
Bild: Eibner/Benjamin Horn

Der Trainer spricht vom bisher stärksten Gegner. Einer seiner Spieler ist sogar ihm immer noch ein Rätsel

Die Einschätzung von Thorsten Leibenath dürfte die hiesige Basketball-Gemeinde wenig optimistisch stimmen. „Das ist unser bisher stärkster Gegner“, sagt der Trainer vor dem Bundesliga-Heimspiel von Ratiopharm Ulm gegen Bayreuth am Samstag (18 Uhr). Gegen die beiden anderen – Berlin und Bonn – haben die Ulmer bekanntlich verloren und dabei am vergangenen Samstag eine durchwachsene und am Mittwoch eine richtig schlechte Leistung abgeliefert. Seine hohe Meinung von Bayreuth begründet Leibenath mit der Tatsache, dass die Mannschaft des Trainerkollegen Raoul Korner, verglichen mit vielen anderen Teams in der Bundesliga, relativ eingespielt ist. Die beiden ersten Spiele in Tübingen (87:77) und gegen den Mitteldeutschen BC (82:74) hat Bayreuth prompt gewonnen.

Ulm ist bekanntlich alles andere als eingespielt, es müssen sechs Neuzugänge integriert werden, darunter pikanterweise auch der Ex-Bayreuther Trey Lewis. Obendrein war Tim Ohlbrecht nach einem erneuten operativen Eingriff am linken Knie bisher zur Untätigkeit verurteilt. Der 2,10 Meter lange Mann trainiert zwar nach Auskunft von Leibenath wieder. Ob es schon für ein Comeback gegen Bayreuth reicht, das ist allerdings noch offen und allzu große Erwartungen sollte man an Ohlbrecht, nach einer neunmonatigen Wettkampfpause, wohl auch nicht haben.

Mit seiner Rückkehr hätten die Ulmer immerhin eine ganz wichtige Zusatzoption auf den großen Positionen und das wäre gegen die Bayreuther wichtig. Bei denen präsentiert sich nämlich zu Saisonbeginn unter anderem Assem Marei in hervorragender Verfassung. Gegen Tübingen kam der 2,06 Meter lange Ägypter auf 18 Punkte und acht Rebounds, gegen den MBC waren es erneut 18 Zähler und sogar zwölf Abpraller vom Brett. Zum Vergleich: Isaac Fotu hat zwar am Mittwoch in Bonn als einziger Ulmer stark gespielt und 23 Punkte gemacht. Aber die Statistik weist nicht einen einzigen Rebound für den neuseeländischen Nationalspieler aus. Der Trainer sagt dazu: „Wir konnten bisher nicht kompensieren, dass Tim gefehlt hat.“

Leibenath bemängelt zudem die 22 Punkte, die sich seine Mannschaft in Bonn durch Schnellangriffe eingefangen hat, die der Gegner ein paar Mal sogar nach Ulmer Korberfolgen laufen konnte: „Das geht gar nicht. Über so etwas ärgert sich jeder Trainer maßlos.“ Und dann ist da ja noch das individuelle Rätsel Toure Murry. Bisher gab es wenig Spielzeit für den Mann mit der Erfahrung aus mehr als 50 NBA-Spielen und wenig Aktionen von ihm. Leibenath gesteht: „Wir rätseln auch.“ Der Trainer spricht von Problemen mit der Physis in Europa, von einer Eingewöhnungsphase und davon, dass der Spieler gehemmt ist: „Er läuft so ein bisschen neben sich her.“

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