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Basketball

23.08.2017

Im Team herrscht großer Optimismus

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Der neuseeländische Neuzugang Isaac Fotu ist überzeugt, dass die Ulmer Mannschaft sehr talentiert ist.

Die neuen Spieler sind bei den Ulmern schon gut integriert.Nicht nur Tim Ohlbrecht glaubt an die Stärke der Mannschaft

Die Bundesliga-Basketballer von Ratiopharm Ulm waren gestern Vormittag nach den ersten anstrengenden Trainingseinheiten froh, dass sie zumindest eine halbe Stunde im Neu-Ulmer Trainingszentrum herumsitzen oder Lockerungsübungen machen durften. Ganz untätig waren sie aber nicht, denn einige von ihnen mussten Interviewwünsche der zahlreich anwesenden Medienvertreter erfüllen.

Einen ganz lockeren Eindruck machte der 23-jährige Neuzugang Isaac Fotu, der aus dem spanischen Saragossa hierher gewechselt ist. In England geboren, wanderte er mit seinen Eltern nach Neuseeland aus, wo er aufwuchs, toll Basketball spielen lernte und zum dortigen Nationalspieler wurde. „Ich spiele zum ersten Mal in einem deutschen Verein“, berichtete der 2,03-Meter-Mann mit dem wuscheligen Haarschopf. „Es ist lustig: Mit Saragossa habe ich vor zwei Jahren gegen Ulm gespielt und nun spiele ich in Ulm. Ich wusste, dass es hier eine schöne Halle und super Fans gibt. Ich habe früher mit Robert Benzing gespielt, der ja auch schon hier unter Vertrag war, und er hat mir viel Gutes über den Verein erzählt. Wir haben ein sehr talentiertes Team.“ Fotu kennt sich aber nicht nur im Basketball aus. So weiß er, dass in Ulm die Kirche mit dem höchsten Turm der Welt steht und dass in Ulm Albert Einstein geboren wurde. Um die neue Heimat näher kennenzulernen, braucht er natürlich etwas Zeit, die in der Vorbereitungsphase allerdings mehr als knapp ist.

Am Samstag steht schon das erste Spiel auf dem Programm. Es geht um 16 Uhr gegen Bayreuth, zuschauen dürfen aber nur Mitglieder von BBU’01 und der Fanclubs. Am Sonntag treten die Ulmer in Tübingen an, dann geht es, wie schon berichtet, nach Italien und nach Spanien (Gran Canaria), bevor in Neu-Ulm die letzten Vorbereitungsspiele anstehen. Dazwischen wird trainiert, trainiert, trainiert.

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Einer, der seit Dezember 2016 verletzt war, steht auch wieder voll im Training: Center Tim Ohlbrecht. Gestern berichtete er voller Freude: „Mein Knie hält total gut. Alles ist im grünen Bereich und es macht mir wieder Riesenspaß zu trainieren. Meine ersten Eindrücke von den neuen Spielern sind gut. Die Chemie hat sofort gepasst. Ich glaube, dass wir eine sehr gute Saison spielen werden. Die Trainer und Scouts haben großartige Arbeit geleistet. Ich denke, dass wir mit einer sehr guten Spielintelligenz aufwarten werden.“

Auch Trainer Thorsten Leibenath sieht jetzt schon der neuen Runde mit großer Zuversicht entgegen: „Meine ersten Trainingseindrücke sind sehr positiv. Die Verpflichtung von Luke Harangody zum Beispiel ist eine, die normalerweise nicht möglich ist. Das zeigt, dass Ulm mittlerweile eine gute Adresse ist. Auch Trey Lewis kam zu uns, obwohl es viele Interessenten in ganz Europa gab.“ Leibenath bekennt, dass er auch „sehr froh“ sei, dass Tim Ohlbrecht wieder dabei ist. „Insgesamt sind wir einen Tick älter geworden, weil die Spieler, die hier geblieben sind, ein Jahr älter geworden sind. Aber wir werden ein Verein bleiben, der junge Spieler fördert. Dabei wollen wir aber auch erfolgreich sein.“ Der Trainer ist sicher, dass seine Mannschaft „auf den Außenpositionen an kreativer Power und an der 1:1-Qualität dazugewonnen“, habe. „Wir werden schnell spielen, aber nicht nur über außen. Es ist immer wichtig, den Ball auch in Korbnähe zu bringen und die Großen in Szene zu setzen.“

Leibenaths neuer Assistent Andreas Wagner ist mit Bayern München schon einmal deutscher Meister geworden und würde dies mit Ratiopharm Ulm gerne wiederholen. „In Ulm ging es zuletzt ständig nach oben“, hat er beobachtet. „Es gab hier einen großen Umbruch, aber die Jungs machen alle einen tollen Eindruck. Trotz aller Professionalität gibt es hier noch einen familiären Gedanken. Das ist schön.“

Schön ist auch, dass bei der Spendenkampagne fürs Trainingszentrum, für das heute rund um den Ulmer Wochenmarkt geworben wird, bisher 55555 Euro zusammenkamen, also zehn Prozent der von der Stadt Ulm geforderten Summe.

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