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Basketball

26.11.2019

Kaum zu stoppen

Greg Monroe verstärkte die Münchner in der Sommerpause und gehört zu den prägenden Spielern des ohnehin starken Kaders.
Foto: Lino Mirgeler/dpa

Ulm fährt ohne Druck zum nächsten Gegner. Denn der heißt Bayern München

Zwei Bundesliga-Siege in Folge haben die Ulmer Basketballer dank des Siegs gegen Hamburg am Sonntag geholt. Was an und für sich nicht sonderlich beeindruckend klingt, ist für Ratiopharm Ulm tatsächlich der aktuelle Saisonbestwert. Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, an denen man sich freut, und so sagte Ulms Trainer Jaka Lakovic nach dem Spiel gegen Hamburg: „Das gibt uns Selbstbewusstsein und ist der Beweis, dass wir mit unserer Art, Basketball zu spielen, erfolgreich sein können.“ Einen Schritt nach dem anderen also bei den Donaustädtern, die in dieser Spielzeit noch nicht richtig in Fahrt gekommen sind, deren Formkurve gerade aber nach oben zeigt.

Bei Bayern München stagniert diese Formkurve auf einem sehr hohen Punkt. Alle acht Liga-Spiele haben die Münchner gewonnen, zuletzt am Sonntag gegen den MBC aus Weißenfels. Es ist der härteste Brocken der Liga, den die Ulmer am Dienstagabend (20.30 Uhr) in der bayerischen Landeshauptstadt besuchen kommen. Einerseits ist der Zeitpunkt in Anbetracht der jüngsten Ulmer Miniserie etwas ungünstig, andererseits dürfte das Selbstbewusstsein des Lakovic-Teams wenig Schaden nehmen, falls es gegen München verliert. „Jeder erwartet, dass Bayern gewinnt“, sagt der Ulmer Trainer. „Wir werden also keinerlei Druck haben.“ Deshalb sieht es Lakovic eher praktisch und kategorisiert das Spiel als Test gegen ein Euroleague-Team. Eine „tolle Möglichkeit“ sei das. Aber auch wenn das Ulmer Understatement ziemlich ehrfürchtig klingt, nur mit den Münchnern mitspielen möchte Lakovic nicht: „Wir möchten schon unser Spiel spielen und an das anknüpfen, was wir uns die vergangenen beiden Spiele aufgebaut haben.“

Das funktioniert natürlich nur, wenn die Bayern sie lassen. Deren größte Stärke ist die Ausgeglichenheit im Kader, der vor der Saison dank der Transfers von Paul Zipser und Greg Monroe (beide mit NBA-Erfahrung) an Qualität dazugewonnen hat. Dazu gesellen sich etablierte Bayern-Profis wie Danilo Barthel oder Vladimir Lucic. „Wenn wir versuchen, München im Eins-gegen-Eins zu schlagen, haben wir keine Chance“, sagt Lakovic. Es sind vertraute Töne, wie sie auch im Fußball von Gegnern der Bayern kommen und ganz von der Hand zu weisen ist die Ähnlichkeit der Basketball- und Fußball-Bundesliga nicht. Immerhin gibt es im Basketball noch Alba Berlin als ernst zu nehmenden Konkurrenten der Münchner. „Man sieht schon, dass der FCB und Alba über allen anderen stehen“, findet Lakovic. „Aber das ist gut und wichtig für den deutschen Basketball.“ (gioe)

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