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Basketball

11.07.2020

Sie sollen wieder dabei sein

Zuschauer sollen in der neuen Saison wieder in die Halle dürfen – so eng beieinander wie auf unserem Bild aus dem September des vergangenen Jahres werden sie dann aber sicher nicht stehen.
Bild: Horst Hörger

Erst der Pokal, dann von November an die Bundesliga und das alles möglichst vor Zuschauern. Die Ulmer kennen jetzt außerdem ihre Vorrunden-Gegner im Eurocup

Die alte Saison hat die Basketball-Bundesliga (BBL) in der Corona-Pandemie mit dem Turnier in München zu Ende gebracht und mit Alba Berlin einen deutschen Meister gekürt – für die kommende Spielzeit gibt es jetzt einen Plan. Los gehen soll die Hauptrunde demnach erst zwischen dem 6. und 8. November, Änderungen am Modus sind nicht vorgesehen. Beschlossen haben die BBL-Vertreter bei einer Sitzung in Frankfurt in dieser Woche zudem, dass vorab zwischen Mitte Oktober und Anfang November der komplette Pokalwettbewerb gespielt wird. Hier ist von einem nur für die kommende Saison gültigen modifizierten und erweiterten Modus die Rede, die Details sind derzeit noch offen. Der für die Fans wahrscheinlich interessanteste Satz in der Pressemitteilung der BBL lautet: „Das Ziel der Basketball-Bundesliga ist es, von Beginn an wieder vor Zuschauern zu spielen.“ Wie man das erreichen will, wird nicht näher ausgeführt. Es ist jedenfalls schwer vorstellbar, dass in wenigen Monaten die Menschen etwa in der mit 6000 Besuchern ausverkauften Ratiopharm-Arena wieder dicht an dicht stehen oder sitzen.

Auf die wirtschaftlichen Probleme der Vereine in der Pandemie reagiert die Liga mit einem für die kommende Saison veränderten Lizenzstatut. Der Finanzplan muss zwar ausgeglichen sein, ein Etat von mindestens drei Millionen Euro wird aber nicht mehr verlangt. In der kommenden Woche wird die BBL bekannt geben, welche Vereine die Lizenz ohne Auflagen bekommen, welche mit – und welche vielleicht die Folgen von Corona gar nicht stemmen können.

Dass Ratiopharm Ulm als ein eher wohlhabender und vernünftig wirtschaftender Verein in absehbarer Zeit in existenzielle Nöte kommt, das ist kaum zu erwarten – obwohl die Ulmer die Teilnahme an gleich drei Wettbewerben finanzieren müssen. Da sind die Bundesliga und der Pokal und dann ist da auch noch der Eurocup, in dem es voraussichtlich sogar schon Ende September losgeht. Der Ulmer Sportdirektor Thorsten Leibenath sagt dazu: „Der Beginn der Saison wird happig. Allein die Aussicht darauf, wieder vor Zuschauern spielen zu können, ist ein tolles Signal für die Fans und die Sportart.“

Die Vorrunden-Gruppen wurden am Freitag in Barcelona ausgelost. In der Gruppe B trifft der einzige deutsche Vertreter auf Unicaja Malaga (Spanien), Buducnost Podgorica (Montenegro), Maccabi Rishon LeZion (Israel), Germania Brescia (Italien) und Boulogne Metropolitans 92 (Frankreich). „Für uns ist das eine Mischung aus Neuland und alten Bekannten“, sagt dazu der Ulmer Manager Thomas Stoll: „Wir treffen auf Teams, die in ihren Ligen alle zu den besten vier gehören. Wahrscheinlich gibt es sportlich einfachere Gruppen, aber wir freuen uns auf die Herausforderung.“ In der bis zum 16. Dezember terminierten Gruppenphase bestreitet Ratiopharm Ulm somit erneut zehn Partien. Für das anschließende Top16 qualifizieren sich die jeweils vier besten Teams der insgesamt vier Gruppen.

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