Sportzentrum

18.05.2019

Stück für Stück zum Ziel

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3 Bilder
So sieht die Baustelle des Orange Campus aus rund 50 Metern Höhe aus (Bild oben). BBU-Manager Thomas Stoll möchte, dass die Menschen schöne Erinnerungen mit dem Campus verbinden (Bild links unten) und die „Zeitkapsel“ wurde bei der Grundsteinlegung am Freitagvormittag von Nachwuchsspielern präsentiert.

Bei der Grundsteinlegung des Orange Campus greifen die Basketballer in die Trickkiste und zaubern nebenbei einen dritten entscheidenden Partner aus dem Hut

Etwas Spektakel sollte es dann doch sein. Eine Nebelmaschine, orangefarbenes Licht, epochale Musik – für die Grundsteinlegung ihres Orange Campus haben die Verantwortlichen der Ulmer Basketballer am Freitagvormittag tief in ihre Trickkiste gegriffen – so gut das auf einer Baustelle geht. Die BBU ’01 hat eben Großes vor.

In seiner Rede unterstrich Manager Thomas Stoll, welchen Stellenwert die Nachwuchsarbeit für die Ulmer Basketballer habe und wies auf das besondere Areal hin, auf dem der Campus entsteht. Viele Ulmer sagen zu mir: „Hier war das Donaubad, hier auf der Wiese habe ich meine erste Freundin geküsst.“ Er wolle, dass auch spätere Generationen Erinnerungen mit dem Gelände und dem Orange Campus verbinden. Dass es bis zu dessen Spatenstich im November ein weiter Weg war, ist ein weithin bekanntes Thema an der Donau. Nach langem hin und her gaben der Ulmer Gemeinderat und der Neu-Ulmer Stadtrat im vergangenen Sommer ihr Okay zu den Plänen, nachdem sich der Verein und die Gremien darauf geeinigt hatten, das Projekt in einen kommerziellen GmbH-Teil und einen gemeinnützigen Vereinsteil zu trennen. Das ermöglichte letztlich diverse Zuschüsse (siehe Infokasten). Weder Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch oder Neu-Ulms OB Gerold Noerenberg waren am Freitag bei der Grundsteinlegung vor Ort.

90 Prozent der Summe, die der Verein beisteuern muss, sind mittlerweile beisammen. Für die verbleibenden zehn Prozent hoffen die Basketballer noch auf Spenden. Eine überraschende Nachricht konnten sie am Freitag auch verkünden: Neben Teva und Uzin Utz steigt die Allianz als dritter Ankerpartner ins Projekt ein. Die drei Unternehmen unterstützen mit ihrem Engagement den laufenden Betrieb des fertigen Orange Campus. Als „Vorzeigemodell“ bezeichnete der Allianz-Sponsoring-Chef Manfred Boschatzke die Arbeit der BBU.

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Im Sommer 2020 soll der Bau fertig sein, ein genaues Einzugsdatum gibt es allerdings noch nicht. Konkrete Formen hat der Neubau aber schon angenommen. Mittelpunkt ist die Halle 1, eine Multifunktionshalle für Basketball und andere Veranstaltungen. Daneben gibt es zwei weitere Sporthallen, Funktionsräume und ein Breitensport-Angebot. Die Profis werden dort auch trainieren und die Geschäftsstelle der BBU, die derzeit noch in der Lessingstraße untergebracht ist, wird im Sommer ebenfalls in den Campus ziehen. Im Fokus soll aber die Jugendarbeit der BBU stehen, die 95 Prozent des Orange Campus belegen wird. „Top Development“ heißt das Programm, mit dem die Ulmer zu einem der wichtigsten Jugendstützpunkte Europas werden wollen. Der aktuelle Trainer der Bundesliga-Mannschaft, Thorsten Leibenath, wird sich ab Sommer als Sportdirektor um dieses Programm kümmern. In Deutschland hat der Orange Campus Strahlkraft. Der Württembergische Landessportbund würdigte ihn als Leuchtturm-Projekt. Auch die Nachwelt soll sich daran erinnern.

Während aus der Nebelmaschine weißer Dampf stieg, trugen am Freitag vier Nachwuchsspieler die „Zeitkapsel“ (die eigentlich eine Kiste ist) zum Grundstein, wo diese letztlich gefüllt mit Tageszeitungen, einem Ball, Fotos, Münzen, einem Trikot von Per Günther, Werkzeugen und Bauplänen für künftige Generationen hinterlassen wurde.

Wer sich selbst ein Bild vom Bau machen möchte, kann das am heutigen Samstag zwischen 10 und 16 Uhr tun. Ab 11 Uhr gibt es Führungen.

Eine Bildergalerie zur Grundsteinlegung finden Sie online unter www.nuz.de/bilder

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