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16.07.2010

"Ulm hat tolle Voraussetzungen"

Viel hat Markus Babbel noch nicht von Berlin gesehen. Ein kleiner Stadtrundgang führte immerhin auch am Deutschen Dom am Gendarmenmarkt vorbei. Foto: dpa
Bild: dpa

Ulm Ein Bayer in Berlin: Die Hertha ist nach Stuttgart die zweite Trainerstation von Markus Babbel, der heute (19 Uhr) mit dem Bundesliga-Absteiger im Donaustadion gegen den SSV Ulm 1846 antritt. Der Auftrag an den früheren Nationalspieler ist klar. Erwartet wird in der Bundeshauptstadt nicht weniger als der sofortige Wiederaufstieg in die Eliteklasse. Im Oberstaufener Trainingslager der Hertha beantwortete Babbel Fragen zu seiner neuen Aufgabe und zum heutigen Gegner.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie zum Abschluss des Trainingslagers in das Spiel gegen Ulm?

Babbel: Wir nehmen dieses Spiel sehr ernst. Das ist unser erster Test gegen eine höherklassige Mannschaft und kein Selbstläufer. Ich werde keine Rücksicht auf die Müdigkeit einzelner Spieler nehmen. Wer fit ist, muss sich richtig ins Zeug legen.

Hat diese Begegnung reinen Testspielcharakter?

"Ulm hat tolle Voraussetzungen"

Babbel: Ich betrachte das Spiel als Generalprobe für die anstehende Aufgabe im DFB-Pokal gegen den SC Pfullendorf. Beide Mannschaften sind in etwa dieselbe Kategorie einzuordnen. Deswegen werden wir den Test gegen Ulm nutzen, um uns für Pfullendorf fit zu machen.

Wie beurteilen Sie die neue Philosophie des SSV, in Zukunft verstärkt auf die eigene Jugend zu setzen?

Babbel: Das ist letztlich immer eine Frage der Umsetzung. Aber gerade in wirtschaftlich schweren Zeiten kann dieser Weg zum Erfolg führen. Ulm hat ja tolle Voraussetzungen mit seiner Jugendarbeit. Spieler, die es beim VfB Stuttgart oder beim FC Bayern München nicht auf Anhieb schaffen, haben hier die Chance, sich weiterzuentwickeln. Außerdem wird durch eine verstärkte Jugendarbeit auch die Identifikation mit dem Verein erhöht. Man muss der Jugend jedoch Kredit einräumen und darf nicht enttäuscht sein, wenn es Rückschläge gibt.

Zu Ihrer neuen Aufgabe in Berlin: Sind Sie erleichtert, dass das Thema Fußballlehrer-Lizenz nun endlich abgehakt ist?

Babbel: Ja, das war ein hartes Jahr, aber nun besitze ich das Diplom und kann mich ganz meinen Aufgaben bei Hertha BSC widmen.

Haben Sie sich in Berlin schon eingelebt, nachdem Sie den Großteil Ihrer Karriere im Süden Deutschlands verbracht haben?

Babbel: Dazu hatte ich leider noch keine Zeit. Bisher kenne ich hauptsächlich diverse Hotels und das Trainingsgelände. Allerdings habe ich festgestellt, dass Berlin doch recht grün ist. Früher hatte ich die Stadt immer grau in Erinnerung, aber es gibt doch einige Parks und kleine Seen. Das gefällt mir, schließlich komme ich aus dem Fünfseenland am Starnberger See.

Sind Sie zufrieden mit dem Verlauf des Trainingslagers?

Babbel: Ich bin sehr zufrieden. Alle Spieler ziehen gut mit und absolvieren ein hohes Pensum. Man spürt den Willen der Mannschaft vor dieser wichtigen Saison. Sie hat gezeigt, was sie leisten kann, und hat dementsprechend die Messlatte für die Saison hoch gelegt. (az)

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