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Basketball-Bundesliga

09.02.2015

Ulm übt das centerlose Spiel

Genau so könnte das in der Verteidigung funktionieren, Herr Leunen. Was aber in Bayreuth in den Auszeiten besprochen wurde, das setzten die Ulmer Spieler auf dem Feld nicht um.
Bild: Eibner

Was in der Vorbereitung geplant war, das geht in Bayreuth ohne Ohlbrecht gründlich schief

Die Erinnerung an die Saisonvorbereitung ist noch frisch. Über lange Zeit war geplant, dass die Basketballer von Ratiopharm Ulm ohne echten Center spielen sollten. In Bayreuth haben sie das am Samstag erstmals und notgedrungen tatsächlich getan, und prompt gingen sie in der Oberfrankenhalle mit 82:94 (43:54) unter. Tim Ohlbrecht war im Abschlusstraining umgeknickt und hatte sich eine Verletzung am Knöchel und an den Bändern zugezogen. Eine schnelle Rückkehr des 2,10-Meter-Mannes mit NBA-Erfahrung ist eher unwahrscheinlich, und die Ulmer werden somit wohl noch die eine oder andere Gelegenheit haben, das centerlose Spiel zu üben.

Wobei die Defizite direkt unter dem Korb am Samstag gar nicht so offensichtlich waren. Die Bayreuther schnappten sich 31 Rebounds, die Ulmer immerhin 28. Aber weil eben in der Zone wenig Gefahr drohte, konnten sich die Spieler des Gastgebers in der Verteidigung auf die gegnerischen Dreierschützen konzentrieren, und das taten sie überaus wirkungsvoll. Die Ulmer Quote von draußen war mit drei Treffern bei 15 Versuchen unterirdisch schlecht. Bayreuth traf dagegen 14 Würfe aus dem Dreierland, allein sechs gingen auf das Konto von Bundesliga-Dino Je’Kel Foster.

Zögerlicher und blutleerer Auftritt von Maarten Leunen

Überhaupt ließ die Ulmer Defensivarbeit wieder einmal sehr zu wünschen übrig. Nach fünf Minuten hatte Bayreuth bereits 20 Punkte erzielt, zum Ende des ersten Viertels hieß es 29:23, und es war längst nicht bei allen Ulmer Spielern der absolute Wille erkennbar, das Ding noch zu drehen. Per Günther lieferte zwar trotz einiger falscher Entscheidungen im Spielaufbau mit 22 Punkten und vier Assists eine insgesamt blitzsaubere Leistung ab, ebenso Boris Savovic bei seinem Comeback nach auskurierter Fingerverletzung mit 20 Zählern und vier Rebounds. Dann waren da noch Will Clyburn, Jaka Klobucar und der am Samstag in die Startformation beorderte Isaiah Philmore. Aber von CJ Harris, Philipp Schwethelm und Deonte Burton kam wie üblich wenig bis nichts, und auch Maarten Leunen lieferte mit einem arg zögerlichen und blutleeren Auftritt seinen Kritikern reichlich Munition: drei Würfe von draußen und kein Treffer, nicht ein Versuch aus der Nah- oder Mitteldistanz, dazu ein einziger Rebound.

Auch Thorsten Leibenath haderte mit der Leistung seiner Mannschaft. „Die Bayreuther waren die Heimmannschaft, und wenn man sie in ihrer Wohlfühlzone lässt, dann wird es schwer“, sagte der Ulmer Trainer.

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