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Krumbach

06.09.2019

10.000 Höhenmeter: Krumbacher Schüler biken über die Alpen

Schüler des SKG radeln mit Mountainbikes über die Alpen: Unser Bild zeigt von links Gerald Laudenbacher (17, Unterbleichen), Emil Konrad (16, Krumbach), Fabian Baumgarten (17, Krumbach), Johannes Vogt (17, Ebershausen) und Sportlehrer Gerhard Pfeiffer.
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Schüler des SKG radeln mit Mountainbikes über die Alpen: Unser Bild zeigt von links Gerald Laudenbacher (17, Unterbleichen), Emil Konrad (16, Krumbach), Fabian Baumgarten (17, Krumbach), Johannes Vogt (17, Ebershausen) und Sportlehrer Gerhard Pfeiffer.
Bild: Peter Bauer

Plus Welche Herausforderungen es für die SKG-Gruppe bei der Transalp auf den rund 10.000 Höhenmetern zwischen Mittenwald und Auer in Südtirol gibt.

360 Kilometer, rund 10.000 Höhenmeter: Allein diese Zahlen klingen beeindruckend. Und in der Tat hat sich ein P-Seminar (Praxis-Seminar) des Krumbacher Simpert-Kraemer-Gymnasiums da einiges vorgenommen. „Transalp“ nennt sich das P-Seminar. Und allein schon dieser Begriff steht für das, was in den kommenden Tagen ansteht. Mehrere Schüler und ihr Sportlehrer Gerhard Pfeiffer wollen mit ihren Mountainbikes die Alpen überqueren – und das abseits der bekannten, asphaltierten Straßen. Die Route führt in sechs Etappen von Mittenwald über die Berge nach Süden bis nach Auer bei Bozen in Südtirol. Ein Höhepunkt wird die Fahrt in den Dolomiten sein. Nach der „Transalp“-Überquerung eines P-Seminars im Jahr 2017 gibt es nun eine Neuauflage. Die Gruppe startet am kommenden Montag.

Die „Transalp“-Tour des Krumbacher SKG führt von Mittenwald nach Auer/Südtirol. Die Zahlen deuten die vielen fahrerisch anspruchsvollen und herausragenden Passagen an.
Bild: Gerhard Pfeiffer

Die Teilnehmer, das sind Gerald Laudenbacher (17, Unterbleichen), Emil Konrad (16, Krumbach), Fabian Baumgarten (17, Krumbach), Johannes Vogt (17, Ebershausen) und David Pepla (17, Krumbach). Wegen einer Handverletzung musste Manuel Fischer (17, Krumbach) kurzfristig die Teilnahme absagen. Die Schüler begleiten werden Anton Sieber, Vorstand des MSC Wiesenbach, ein erfahrener Biker, sowie SKG-Sportlehrer Gerhard Pfeiffer. Vor dem Krumbacher Gymnasium hat sich die Gruppe für ein Pressegespräch versammelt. Pfeiffer blickt in die Gruppe, dann zwinkert er dem Schreiber dieser Zeilen zu: „Ich bin 54 Jahre alt“, sagt er mit einem Lächeln. Pfeiffer hat beispielsweise in der Leichtathletik eine umfassende Wettkampferfahrung. Und gerade deswegen weiß er genau, wie mühsam es ist, jedes Mal aufs Neue für einen sportlichen Höhepunkt die nötige Form aufzubauen. Die Systematik des Trainings und der Vorbereitung: Auch das spielt beim P-Seminar „Transalp“ eine wesentliche Rolle.

Simpert-Kraemer-Gymnasium: Umfangreiche Vorbereitungen für Schüler

Die Vorbereitungen für die Alpenüberquerung begannen bereits im letzten Herbst. In der Regel zweimal pro Woche fuhren die Teilnehmer mit ihren Bikes jeweils 40 bis 50 Kilometer mit rund 600 Höhenmetern. Auf einer asphaltierten Straße ist so eine Strecke überschaubar. Aber auf mitunter unwegsamen, holprigen Pisten mit dem Mountainbike ist das eine ganz andere „Nummer“. Genau das ist bei der Alpenüberquerung mit einem Mountainbike eine zentrale körperliche Herausforderung. So waren die Teilnehmer in der Vorbereitung unter anderem auch auf der Pfronten-Marathon-Strecke (wie Gerhard Pfeiffer berichtet rund 55 Kilometer und 1600 Höhenmeter) unterwegs, um sich sozusagen Bergerfahrung zu holen.

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Etliche Teilnehmer waren bis zum P-Seminar eher weniger mit einem Mountainbike unterwegs, einige sind als Fußballer aktiv. Doch in den letzten Monaten ist das Bike sozusagen ihr sportlicher Fixpunkt geworden. Bei der Anfahrt zum Ausgangspunkt und bei der Abfahrt vom Zielpunkt der Tour nach Hause sind Kleinbusse im Einsatz. Die Teilnehmer fahren in einheitlichen „Transalp“-Trikots, einige heimische Betriebe konnten als Sponsoren gewonnen werden. Organisation – auch das ist ein wichtiger Bestandteil des P-Seminars.

Transalp: Von Mittenwald aus sind sie in unwegsamem Gelände unterwegs

Unterwegs wird es in unwegsamem Gelände möglicherweise auch noch die eine oder andere technische Panne geben. Sich gegenseitig zu helfen, „Gruppengeist“ zu entwickeln – nicht zuletzt das ist bei der Alpenüberquerung ein wichtiger Faktor. Und wenn dann noch das Wetter mitspielt, dann könnte diese Fahrt für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis bei einer Fahrt durch eine der wohl schönsten Landschaften der Welt werden.

Folgende Etappen sind vorgesehen: 1. Mittenwald – Plumsjochhütte, 2. Von der Plumsjochhütte zum Pfitscherjoch-Haus, 3. Vom Pfitscherjoch-Haus nach Kiens, 4. Von Kiens nach Corvara, 5. Von Corvara nach Pozza di Fassa, 6. Von Pozza di Fassa nach Auer. Unter den Strecken ist eine Passage mit rund 84 Kilometern (Tag 2) und einmal sind 2020 Höhenmeter (Tag 4) zu überwinden. Das ist schlichtweg nicht von Pappe. Aber alle Teilnehmer fühlen sich gut vorbereitet und freuen sich, dass es nach dem Training nun endlich losgeht.

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