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Ehrung

20.08.2020

Auszeichnung für zwei verdiente Laienmusiker

Marianne Baldauf
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Marianne Baldauf

Marianne Baldauf (Kammeltal) und Eugen Miller (Münsterhausen) leben für die Musik. Wo sie aktiv sind

Kunstminister Bernd Sibler vergibt für Ehrenamtliche im Laienmusikbereich aus Franken, Niederbayern, Oberbayern und Schwaben Medaillen. Zehn Ehrenamtliche aus dem bayerischen Laienmusikbereich erhalten dieses Jahr die neue „Ehrenamtsmedaille für herausragende Verdienste um die Laienmusik“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Kunstminister Bernd Sibler gab nun die Empfängerinnen und Empfänger in München bekannt: „Laienmusik lebt vom Ehrenamt. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Musikverbänden und -vereinen nehmen wichtige Funktionen innerhalb ihrer Organisation ein. Sie ermöglichen ihren Mitgliedern, sich musikalisch zu entfalten, und kümmern sich um den zwischenmenschlichen Zusammenhalt. Durch ihren selbstlosen Einsatz bereichern sie die kulturelle Vielfalt in allen Regionen im Freistaat und formen so die Seele Bayerns. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir dieses Jahr zum ersten Mal zehn Ehrenamtliche aus dem Laienmusikbereich mit der ‚Ehrenamtsmedaille für herausragende Verdienste um die Laienmusik’ ehren können.“

Im Jahr 2020 verleiht das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst erstmalig eine Medaille an Personen, die sich herausragende Verdienste um die Laienmusik in Bayern erworben haben. Künftig können alle zwei Jahre bis zu zehn Personen diese Ehrung erhalten. Die Verleihung durch den Staatsminister erfolgt auf Grundlage von Empfehlungen des Bayerischen Musikrats. Aus dem Landkreis Günzburg sind zwei Laienmusiker mit dabei: Marianne Baldauf und Eugen Miller.

Marianne Baldauf gründete 1975 das Akkordeonorchester Kammeltal und unterstützt seit 1994 den Deutschen Harmonikaverband (DHV) als 1. Vorsitzende im DHV-Bezirk Bayrisch-Schwaben. Zwischen 1980 und 2007 erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen als Orchesterleiterin bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Von 1985 bis 2006 organisierte sie musikalische Großveranstaltungen wie die Schwäbischen Harmonikatage. 2007 initiierte sie die Veranstaltungsreihe „Akkordeon ‚live’ on stage“ und kümmert sich seitdem um deren Organisation. Seit 2014 organisiert sie jährlich außerdem einen Akkordeon-Jugendtag im DHV-Bezirk Bayerisch Schwaben.

Mit Eugen Miller wurde ein „Urgestein“ des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) für die Ehrenamtsmedaille vorgeschlagen. Unter allen Funktionären des ASM ist Eugen Miller vermutlich der, der mit Abstand seit seinem Amtsantritt als Pro-Musica-Beauftragter im Jahr 1989 – also vor 31 Jahren – den größten ehrenamtlichen Zeiteinsatz erbracht hat. In aufwendigen Recherchen verhalf er vielen Musikvereinen im Allgäu-Schwäbischen Musikbund zur begehrten Pro-Musica-Plakette. Als ehrenamtlicher Chronist des Marktes Münsterhausen kennt er die Zugangswege und Möglichkeiten der staatlichen und kirchlichen Archive in Schwaben so gut wie kaum ein anderer. Proaktiv geht er in seiner Funktion auf Vereine zu, die ihr 100-jähriges Bestehen feiern und bespricht gemeinsam mit den Vereinsverantwortlichen das Vorgehen für die Beantragung der Auszeichnung. Die überdurchschnittliche Anzahl an Vereinen im ASM, die die Pro-Musica-Plakette bereits erhalten haben, ist maßgeblich der akribischen Arbeit und dem unvergleichlichen Engagement von Eugen Miller in den letzten 31 Jahren zu verdanken. Trotz fortgeschrittenen Alters ist die Freude an seiner Arbeit ungebrochen. (pm)

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