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Haupeltshofen

23.07.2020

B16-Ausbau: Haupeltshofer klagen über Verkehrsbelastung

Zum Spatenstich für den B16-Ausbau nördlich von Loppenhausen war im Juni viel politische Prominenz gekommen, darunter (von vorne links) Staatssekretär Klaus Holetschek, Breitenbrunns Bürgermeister Jürgen Tempel und Landrat Unterallgäu Alex Eder. Jetzt beklagen sich die Anwohner der Haupeltshofer Dorfstraße über eine zunehmende Verkehrsbelastung.
Bild: Oliver Wolff

Plus Wegen der Baustelle auf der B16 rollen immer mehr Fahrzeuge durch Haupeltshofen. Jetzt soll die Polizei eingreifen. Neues gibt es beim Thema Glasfaser für die Aletshauser.

Die B16 zwischen Haupeltshofen und Loppenhausen wird derzeit ausgebaut. Doch was bedeutet dies für Anwohner der Haupeltshofer Dorfstraße? Die Klagen über vermehrten Verkehr häufen sich. Jetzt will die Gemeinde reagieren.

Im Zuge des Straßenausbaus der B16 verweisen die Anwohner in der Dorfstraße von Haupeltshofen auf den starken Verkehr, verbunden mit Nichteinhaltung der Geschwindigkeit von 50 km/h. Dazu ist zurzeit ein Geschwindigkeitsmessgerät installiert, das die Verkehrsteilnehmer aufmerksam machen soll. Darüber hinaus wird die Polizei die Geschwindigkeit überwachen, kündigte Aletshausens Bürgermeister Georg Duscher an. Die angedachte Reduzierung auf 30 km/h sei in diesem Bereich nicht realisierbar, war weiter zu erfahren.

Kita in Aletshausen wird wieder voll belegt sein

Zum neuen Kindergartenjahr wird der Kindergarten St. Tobias wieder voll belegt sein, gab Duscher bekannt. Personalbedingt gäbe es aber wegen der Nachmittagsgruppen Probleme, die noch gelöst werden müssen.

Wenig Klärungsbedarf gab es in der Sitzung des Gemeinderates, die zur Wahrung der Abstandsregeln im Schützenheim stattfand, zu einem Bauantrag im Weiherweg in Haupeltshofen. Vorgesehen ist die Erweiterung eines Bestandsgebäudes mit einem Windfang und einem Technikraum. Abweichend von den Bestimmungen der Ortsgestaltungssatzung soll in Verlängerung des Bestandes ein Pultdach errichtet werden. Nachdem das Bauvorhaben im unbeplanten Innenbereich liegt, gab es keine Einwände, worauf das gemeindliche Einvernehmen folgte.

Diskussion um fehlende Schlüssel für Feuerwehrhaus in Winzer

Ein intensiver Meinungsaustausch entwickelte sich dagegen beim Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“. Wie Bürgermeister Georg Duscher wissen ließ, fehlen für das Feuerwehrgerätehaus in Winzer mehrere Schlüssel, die nachbestellt werden müssen. In diesem Zusammenhang gab Duscher bekannt, dass in Abstimmung mit der Verwaltungsgemeinschaft die Zugangstüren der Feuerwehrhäuser in allen Ortsteilen künftig mit elektronischen Schließanlagen ausgestattet werden sollen.

Er begründete das Vorhaben damit, dass die Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehren heutzutage nicht nur mit modernster Technik ausgestattete Fahrzeuge mit zugehörigen Gerätschaften beherbergen, sondern auch hochwertige Geräte wie Sprechfunk-, oder Atemschutzgeräte und weitere teure Spezialausrüstungen dort lagern.

Wie sollen die Feuerwehrhäuser in Aletshausen künftig gesichert werden?

Die Gemeinde, zuständig für das Feuerlöschwesen, legt deshalb großen Wert darauf, dass die mit teils hohen Kosten beschafften Gegenstände neben sorgfältiger Pflege auch sicher aufbewahrt werden. Gegenwärtig sind in den Zugangstüren der Feuerwehrhäuser schon analoge Schließanlagen, außer in Winzer, wo ein normaler Schließzylinder verwendet wird, eingebaut. Das Abhandenkommen eines Schlüssels und Wiederbeschaffung ist bei Schließanlagen relativ umständlich und teuer.

Wesentlich einfacher zu handhaben sei deshalb eine elektronische Schließanlage entweder mit einem elektronischen Schlüssel oder mit einem Chip. Bei Verlust sind Nachverfolgung oder Sperren möglich. Sukzessive sollen zunächst die Gerätehäuser in den Ortsteilen mit dem modernen Schließsystem ausgerüstet werden, die weiteren gemeindlichen Einrichtungen sollen folgen. Zu einer Umrüstung könnten sich auch die örtlichen Vereine Gedanken machen.

Duscher rechnet mit Kosten von 300 bis 350 Euro pro Schloss, die dafür notwendige Software, die von der VG verwaltet wird, bezifferte er auf rund 1000 Euro. Verständlich, dass hierzu im Rat eifrig Stellung bezogen wurde. Doch erst nach dem Vorliegen weiterer Details könnte in der nächsten Sitzung eine Entscheidung getroffen werden, so der Gemeindechef.

Glasfaser für ganz Aletshausen soll kommen

Die Ortsteile Gaismarkt, Winzer und Haupeltshofen sind vollständig an das Glaserfasernetz angeschlossen, womit Übertragungsraten von 100 Mbit/s und mehr möglich sind, in Aletshausen sind nur 80 Prozent mit dem High-Speed-Netz versorgt. Im Rahmen des neuen Förderprogramms will Duscher bewerkstelligen, dass die restlichen Grundstücke in Aletshausen das Glasfasernetz erhalten können. In einer Bestandsaufnahme ermittelte Breitbandberater Jürgen Schuster von der Firma Corvese die noch mit Glasfaseranschluss zu versorgenden Gebäude in Aletshausen anhand eines Lageplans.

Duscher ging noch einen Schritt weiter und empfahl, auch das für die Zukunft geplante neue Baugebiet im Süden von Aletshausen und die als Bauplätze geeigneten Grundstücke östlich der Dorfstraße in Haupeltshofen in die Maßnahme mit einzubeziehen. In Anbetracht der ständig steigenden Kosten sei das durchaus sinnvoll, sagte Duscher und empfahl den Räten, sich mit dem Thema zu befassen und Vorschläge einzubringen, damit in Zukunft alle vom Glasfaseranschluss profitieren können.

Kontrovers diskutiert wurde eine angedachte Änderung zur Erweiterung von einem auf zwei Stellplätze pro Wohneinheit bei kommenden Bauvorhaben. In der Bayerischen Stellplatzverordnung sei nur ein Stellplatz vorgesehen, doch die Kommunen könnten eine Änderung selbst entscheiden, sagte Duscher. Obwohl ihm im Landkreis keine Gemeinde bekannt ist, die davon Gebrauch macht, will er sich um die Angelegenheit kümmern.

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