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Aletshausen

16.04.2019

Bahnübergang in Aletshausen sorgt für Unmut

Mehrere Bahnübergänge gibt es in Aletshausen. An diesem Bahnübergang von Aletshausen Richtung Waltenhausen stieß im April 2018 ein Zug mit einer Ape zusammen.
Bild: Alexander Sing (Archiv)

Die Bürger in Haupeltshofen wollen wenigstens zwei von drei Bahnübergängen behalten.

Nach den Tätigkeits- und Rechenschaftsberichten von Bürgermeister Georg Duscher hatten die Bürger das Wort. War der Besuch in Aletshausen und Winzer schon recht gut, so kamen in Haupeltshofen so viel Interessierte, dass der Unterrichtsraum der Feuerwehr völlig überfüllt war. Hier ging es hauptsächlich um die Schließung eines Bahnüberganges, der den Bürgern auf den Nägeln brennt. Die Diskussion artete zeitweise aus, da alle durcheinander redeten. Ansonsten wurden Anträge und Anregungen vorgebracht und die Arbeit des Gemeinderates mit Bürgermeister Duscher gelobt.

Haupeltshofen Man konnte direkt die Spannung spüren, die beim Vortrag des Bürgermeisters herrschte. Als dann die Bürger das Wort hatten, meldete sich spontan Franz Müller zu Wort und stellte fest, dass sich im Gemeindebereich von Aletshausen sechs Bahnübergänge befinden. „Am Südübergang von Haupeltshofen ist noch nie was passiert. Warum werden die gefahrlosen geschlossen und die gefährlichen haben Bestand? Hier wäre zudem genügend Platz vorhanden, um diesen auszubauen. Was hat die Gemeinde getan, um ihn zu erhalten?“ Duscher erwiderte, dass die Gemeinde im Februar 2019 mit der Bahn Kontakt aufgenommen habe, um Auskünfte über die Planung zu bekommen. Der Gemeinderat erhielt dann persönlich von Bahn und Planungsbüro die Information, dass unter anderem in Haupeltshofen nur ein Bahnübergang erhaltenswert sei. Wenn die Gemeinde einen zweiten Übergang behalten will, müsse sie diesen auch selbst finanzieren.

Zug fährt mit 80 Stundenkilometern durch Aletshausen

Jörg Dietrich meinte zur Sicherheit, dass der Zug mit achtzig Kilometern pro Stunde durch Aletshausen fahre, in Haupeltshofen betrage die Geschwindigkeit nur dreißig Stundenkilometer. Scheinbar taxiere die Bahn die Sicherheit der Übergänge nach ihren eigenen Kriterien. Laut Bahn, so Duscher, müssen beiderseits des Übergangs mindestens 27 Meter verbreiterte Straßen vorhanden sein, damit bei Herannahen eines Zuges der Übergang schnell geräumt werden könne. Ein solcher Übergang kostet die Gemeinde ohne Anbindungsstraßen rund 500.000 Euro. Ob dieser Finanzaufwand bei einem Verkehrsaufkommen von 20 bis 25 Fahrzeugen täglich gerechtfertigt ist, sei fraglich.

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Nun meldete sich Dritter Bürgermeister Gerhard Goßner zu Wort, der selbst Haupeltshofener ist. Er trat für den Erhalt aller Übergänge ein, bat seine Mitbürger aber, die Entscheidung der Bahn doch zu akzeptieren. Abschließend sagte Duscher, die Kommune werde alles versuchen, den betroffenen Übergang zu erhalten, aber was die Bahn mache, ist ihre Entscheidung.

Josef Rogg sprach in Bezug auf die Bahn ein anderes Problem an: Der Schülerzug von Krumbach habe schon öfters in Haupeltshofen nicht gehalten. Die Kinder müssen dann in Loppenhausen abgeholt werden. Duscher meinte, wenn dies wieder passiere, solle er doch umgehend informiert werden, er werde dann die Bahn daraufhin ansprechen.

Werner Unglert monierte, dass ein Flurgraben nicht durchgehend geöffnet worden sei und der angrenzende Feldweg nicht gekiest wurde. Duscher: Er werde den Graben anschauen und ein Grasweg werde grundsätzlich nicht gekiest.

Lob sprach Josef Guggenmos abschließend der Gemeinde für den problemlosen, schnellen und vor allem kostenlosen Glasfaser-Ausbau zu allen Häusern aus.

Aletshausen und Winzer In beiden Orten gab es nur wenige Wortmeldungen. Sie betrafen hauptsächlich Kleinigkeiten, die in Ordnung gebracht werden sollten.

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