1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Balzhausen bekommt elektronische Wasserzähler

Balzhausen

12.07.2019

Balzhausen bekommt elektronische Wasserzähler

Gemeinderat Herbert Scheffler echauffierte sich über die beiden Gieß-Wassertröge, die seit Kurzem im Balzhauser Friedhof aufgestellt sind.
Bild: Karl Kleiber

2020 soll die Umstellung auf die digitale Technik in der Verwaltungsgemeinschaft bewältigt sein.

Bei der jüngsten Sitzung der Gemeinderäte in Balzhausen galt es unter anderem auch die Entscheidung zu fällen, ob nur zur Wartung anstehende Wasserzähler oder alle, wie innerhalb der gesamten Verwaltungsgemeinschaft (VG), von mechanischen auf elektronische Uhren umgestellt werden sollen. Des Weiteren wurde eine ganze Reihe von Baumaßnahmen diskutiert und beschieden.

Der Gemeinderat hat bereits in der April-Sitzung durch Änderung der Wasserabgabe-Satzung den Einbau von elektronischen Wasserzählern möglich gemacht. Derzeit sind in der Gemeinde mechanische Flügelrad-Zähler eingebaut, die alle sechs Jahre ausgetauscht werden müssen. Die neuen elektronischen Uhren haben eine Nutzungsdauer von 15 Jahren. Dadurch sei der höhere Anschaffungspreis in kurzer Zeit amortisiert, erklärte Bürgermeister Daniel Mayer. Sie werden von der Straße aus mit Autos per Funk abgelesen, was einen Hausbesuch überflüssig macht.

Neue Wasserzähler können Wasserschäden vorbeugen

Die modernen Uhren hätten für die Verbraucher auch den Vorteil, dass sie noch genauer zählten und den kleinesten Wasserdurchfluss bei einer beschädigten Leitung anzeigen würden, was gegen Wasserschäden vorbeuge. Des Weiteren entfalle die Selbstablesung, bei der Ablesefehler möglich sind. Die neuen Zähler helfen auch der Gemeinde, ein Wasserleck im Netz schneller und zielgenauer aufzufinden und zu beheben.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Innerhalb der VG Thannhausen wurde beschlossen, während des Jahres 2020 alle mechanischen Zähler, auch wenn sie noch eine Restlaufzeit haben, gegen elektronische auszutauschen. Damit bekomme man eine einheitliche Nutzungsdauer, was laut des Zweckverbandes Staudenwasser-Versorgung viele Vorteile mit sich bringe. Mit 13:0 Stimmen wurde der gesamte Austausch beschlossen.

Mehrfamilienhaus In der Bürgermeister-Keisinger-Straße will ein heimischer Bauherr ein Mehrfamilienhaus mit Aufzug in Holz-Bauweise errichten. Es soll neun Wohneinheiten, eine Tiefgarage und zwölf oberirdische Stellplätze bekommen. Der Baugrund liegt im Geltungsbereich des Baugebietes „Kellerberg I“. Der Bauantrag wurde zunächst im genehmigungsfreien Verfahren gestellt. Durch die Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes (BBP) bezüglich der Kniestockhöhe und des Quergiebels hat das VG-Bauamt den Antrag in das Genehmigungsverfahren übergeleitet.

Die Gemeinderäte Michaela Leinweber und Herbert Wieser äußerten sich zur Anzahl der Stellplätze: Am Anfang gebe es pro Wohneinheit ein oder zwei Autos. Die Familien würden größer, die Kinder besäßen dann auch Autos. Da der Platz dann nicht mehr reiche, werde auf der Straße geparkt, was zu erheblichen Behinderungen führen könne. Bürgermeister Mayer meinte, man solle erstmals abwarten, wie sich alles entwickle, dann könne man das Problem angehen. Daraufhin wurde mit 13:0 Stimmen den Befreiungen und dem Bauantrag zugestimmt.

Verlängerung Bereits 2003 hat ein heimisches Ehepaar einen Bauantrag für ein Zweifamilien-Haus mit Doppelgarage gestellt, der bis heute nicht realisiert wurde. Das Grundstück sei in Privatbesitz, deshalb bestehe auch kein Bauzwang. Alle Räte stimmten der Verlängerung der Baugenehmigung für weitere zwei Jahre zu.

Befreiung vom BBP Ein Balzhauser Bürger beabsichtigt den Bau eines Einfamilienhauses in der Bürgermeister-Sailer-Straße im Baugebiet „Kellerberg II“. Da er sich nicht an die Festsetzungen des BBP hält, beantragte er Befreiungen für die 4,1 Meter breite Schleppgaube an der Südseite, die eigentlich nur 2,5 Meter breit werden dürfte. Auch die Kniestockhöhe von zulässigen 0,75 Metern wird um Zweidrittel überschritten. Das VG-Bauamt ist der Meinung, dass die Befreiungen zwar grenzwertig, aber gerade noch zu vertreten seien. Diesem stimmte das Gremium zu.

Vergabe Bürgermeister Daniel Mayer gab die nichtöffentliche Vergabe der energetischen Sanierung der Straßenbeleuchtung an die LEW bekannt. Die Räte haben der überplanmäßigen Ausgabe für Leuchtmittel- und Leuchtentausch in Höhe von rund 43 000 Euro geschlossen zugestimmt. Die Deckung der Summe erfolgt durch eine höhere Entnahme aus den Rücklagen.

Kegelbahn Nach dem vom „Dorftreff“ beantragten Ortstermin der betagten Kegelbahn beim Bürgerhaus hat Bürgermeister Mayer einen Bauunternehmer beauftragt, eine Bilanz über das sanierungsbedürftige Gebäude zu ziehen. Diese soll aufzeigen, was gemacht werden könne und müsse und wie weiter zu verfahren sei. Michaela Leinweber machte den Vorschlag, die Renovierung der Bahn in das Gesamtkonzept der Dorfentwicklung aufzunehmen.

Wassertröge Gemeinderat Herbert Scheffler echauffierte sich über die beiden Gieß-Wassertröge, die seit Kurzem im Balzhauser Friedhof aufgestellt sind und warum wurde die Gemeinde als Besitzer des Gottesackers darüber nicht informiert. Weiter meinte er, dass die Gefäße schon recht verschlammt seien, da Benutzer wohl ihre Hände sowie die schmutzigen Werkzeuge zur Grabpflege darin waschen würden, was nicht richtig sei. Bürgermeister Mayer war ebenfalls ahnungslos über das Aufstellen durch den „Dorftreff“. Nach einer gemeinsamen Besichtigung verblieb man wie folgt: Wenn die Bürger die Tröge annehmen und keine Einwände haben, sollen sie dort stehen bleiben. Zudem wünscht sich das Gremium künftig mehr Informationsfluss zwischen Kommune und „Dorftreff“.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren