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Krumbach/Ichenhausen

14.01.2021

Corona-Impfungen in Awo-Seniorenheimen in Krumbach und Ichenhausen

In den Awo-Seniorenheimen in Krumbach und Ichenhausen wird gegen Corona geimpft.
Bild: Marcus Merk (Symbolfoto)

Mehr als die Hälfte der Bewohner der Awo-Seniorenheimen in Krumbach und Ichenhausen sind bereits gegen das Coronavirus geimpft. Wie die Verantwortlichen die Lage einschätzen.

Die Awo Schwaben, mit 24 Alten- und Pflegeheimen und fast 2000 betreuten Pflegebedürftigen, hat in 19 stationären Einrichtungen bereits gegen Corona geimpft. Dabei wurden nach eigenen Angaben rund 80 Prozent der Bewohner dieser Häuser sowie fast die Hälfte der rund 1200 Mitarbeiter geimpft. Im Rahmen dieser 1600 Impfungen sei es zu keiner einzigen Komplikation gekommen. Im Awo-Seniorenheim in Krumbach sind von 40 Bewohnern bereits 23 geimpft, von 29 Mitarbeitern bislang fünf.

In dem Awo-Heim in Ichenhausen sind von 43 Bewohnern bereits 32 geimpft, von 25 Mitarbeitern bislang elf. „Es wird freilich noch einen zweiten Termin für jene geben, die jetzt noch nicht auf der ersten Impfliste waren beziehungsweise sein konnten“, teilte eine Sprecherin am Donnerstag auf Nachfrage mit. Das habe organisatorische Gründe. Auch bei den Mitarbeitern wachse die Zahl beständig an. „Diese dürfen zum Impfen zudem die Impfzentren aufsuchen. Das muss also nicht unbedingt in den Häusern erfolgen“, so die Sprecherin weiter.

Entscheidend sei eine gute Verfügbarkeit der Corona-Impfstoffe

Von einer mangelnden Impfbereitschaft könne indes nicht die Rede sein, so die Verantwortlichen bei der Awo Schwaben. Aufklärungslücken können nach und nach geschlossen werden, mit jeder durchgeführten Impfung wachse das Vertrauen in die Sache und das Angebot an Impfterminen sowohl in den stationären Einrichtungen als auch über die Impfzentren steige. Entscheidend sei eine gute Verfügbarkeit der Impfstoffe.

Awo-Schwaben-Präsidiumsvorsitzender Dr. Heinz Münzenrieder dazu: „Ich bin ehrlich froh, dass sich die in den Wirren der ersten Impftage anscheinend abzeichnende Skepsis bei unseren Pflegekräften gelegt hat. Abläufe spielen sich weiter ein und die Impfungen laufen rund.“ Auch Vorstandsvorsitzender Dieter Egger und Altenhilfereferentin Sabine Polzer denken mit Schrecken an die immer noch hohen Infektionszahlen in vielen Heimen, sehen aber Licht im Tunnel: „Wir haben in der kurzen Zeit seit Zulassung des ersten Impfstoffs eigentlich gar nicht mit so einem schnellen Erfolg in unseren Heimen gerechnet, sind aber über die Entwicklung heilfroh. Jetzt gilt es, ehrlich und konsequent weiter aufzuklären sowie noch skeptische Kolleginnen und Kollegen weiter zu überzeugen.“

Eine jetzt von mehreren Seiten immer wieder andiskutierte Impfpflicht lehnen die Awo-Verantwortlichen als kontraproduktiv ab. Münzenrieder: „Für uns alle waren die letzten Monate eine Herausforderung. Gerade die Menschen in der Pflege sind für ihren Dienst bis an ihre Grenzen und darüber hinaus gegangen. Dafür haben sie zu wenig Anerkennung bekommen und mussten immer wieder die Erfahrung machen, vergessen zu werden. Mit einer Debatte, um eine Impfverpflichtung jetzt auch noch den Eindruck zu erwecken, sie müssten zum Impfen angehalten werden, schlägt in dieselbe Kerbe und lässt jede Wertschätzung für die Fachkräfte in der Pflege vermissen. Eine umfassende Informations- und Aufklärungsstrategie über den Impfstoff würde dagegen das überfällige Signal senden, dass sie ernst genommen werden und die Impfbereitschaft wesentlich zuverlässiger stärken als eine Impfpflichtdebatte.“ (loto, zg)

Einen täglichen Überblick über die Corona-Lage im Landkreis Günzburg finden Sie in unserem Corona-Update: Corona-Zahlen: Inzidenz im Landkreis Günzburg nur noch knapp über 100

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