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Krumbach

17.05.2019

Das Projekt "Stadt Up" will Krumbachs Innenstadt aufpolieren

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Das Projekt "Stadt Up" soll neue Impulse in Krumbachs Innenstadt bringen.
Bild: Andreas Langer (Archiv)

Ein Zusammenschluss aus Gewerbe und Politik will Start-ups nach Krumbach holen. Das Projekt „Stadt Up“ ist das erste seiner Art in Deutschland. So läuft es ab.

Innenstädte kleinerer Kommunen haben zu kämpfen – das ist kein Geheimnis. Damit Leerstände, fehlende Nahversorgung und ein lebloser Stadtkern in Krumbach nicht irgendwann zur Normalität werden, geht das Projekt „Stadt Up“ an den Start – einem Vorstoß der Stadt Krumbach, gemeinsam mit der Beratungsfirma Cima aus München. Am Freitagnachmittag wurde „Stadt Up“ nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dabei im Krumbacher Rathaus war nicht nur der Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Hans Reichhart. Zahlreiche Vertreter aus dem vielfältigen Gewerbe Krumbachs wohnten der Veranstaltung bei – denn ihnen kommt eine besondere Rolle zu.

Start-ups sollen mit neuen Ideen leere Geschäfte in Krumbach beleben

Das Projekt „Stadt Up“ ist keine Neuerfindung – der österreichische Ableger der Firma Cima hat ein solches Programm bereits vor zwei Jahren in Ried im Innkreis auf die Beine gestellt. Doch mit Krumbach feiert „Stadt Up“ seine Premiere in Deutschland. Ziel des Projektes ist es, leer stehende Gewerbeflächen in der Stadt wieder zu beleben. Dazu sollen junge Unternehmer ins Spiel kommen – mit sogenannten Start-ups, also noch nicht etablierte Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen. Derartige Projekte gibt es bereits vielerorts – doch „Stadt Up“ habe einen bedeutenden Unterschied, sagte Krumbachs Bürgermeister Hubert Fischer: „Wir machen es den Startern möglich, direkt in einem Netzwerk unterzukommen, in dem sie Unterstützung finden.“

Gemeinsam ein starker Partner: Vertreter aus Politik, Firmen, Banken, Versicherern und Verbänden wollen ihr Wissen und Können Unternehmensgründern, die nach Krumbach kommen, zur Verfügung stellen. Die Gruppe ist offen – Interessenten können sich noch den Unterstützern anschließen.
Bild: Christian Gall

„Stadt Up“ könnte ohne die Unterstützung der örtlichen Gewerbewelt nicht funktionieren. Gut ein Dutzend Firmen sind am Projekt beteiligt und bringen ihre Expertise ein.

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Für junge Unternehmer stellt die Erfahrung der lokal Etablierten einen wahren Schatz dar: Sie können sich Unterstützung in verschiedenen Bereichen holen – sei es Beratung zur Finanzierung, Werbung oder Rechtsbeistand. „Die Infrastruktur in Krumbach ist gut. Doch sie muss genutzt werden, damit sie intakt bleibt“, sagte Staatsminister Reichhart. Ein wichtiger Bestandteil von „Stadt Up“ ist daher auch die Vermittlung von Immobilien. Bewerber sollen sich darauf verlassen können, dass sie auch Raum für ihre Ideen finden.

Wie die einzelnen Zahnräder – Gewerbe, Politik und Gründer – bei diesem Projekt ineinandergreifen, erklärte der Leiter des Münchner Cima-Büros, Christian Hörmann. Gründer oder Jungunternehmer können sich mit neuen Geschäftskonzepten bei „Stadt Up“ bewerben. Wie Hörmann sagt, habe man das Projekt breit aufgezogen – Unternehmer aus den Bereichen Handel, Handwerk, Gastronomie und Dienstleistung können alle gleichermaßen teilnehmen. Der Unternehmer muss auch nicht zwingend Neueinsteiger sein – auch Gewerbetreibende, die bereits in anderen Kommunen aktiv sind, können sich mit dem Programm in Krumbach neu ansiedeln. Wichtig ist jedoch, dass der künftige Geschäftsort in der Innenstadt liegt und der Bewerber sich verpflichtet, sein Geschäftskonzept für mindestens drei Jahre vor Ort fortzusetzen.

Gewinnern des Wettbewerbs winken Leistungen im Wert von 50.000 Euro

Bis zum 30. September können sich Interessenten mit ihrer ausgearbeiteten Geschäftsidee anmelden. Im Oktober urteilt dann eine Jury der Projektpartner über die Einsendungen – und kürt drei Sieger. Je nach Platzierung bekommen diese dann bereits jetzt ausgelobte Leistungen von den örtlichen Gewerbetreibenden. Eigentlich ein unbezahlbarer Vorteil – der sich dennoch mit einer Summe beschreiben lässt: Rund 50.000 Euro sind die Leistungen insgesamt Wert.

Stadt Up im Internet unter innenstadt.krumbach.de/stadt-up

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