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Einbeziehungssatzung

29.06.2020

Der umständliche Weg eines Bauantrags

Gemeinderat beschließt Änderung der Baubedingungen und ermöglicht so Neubau

Der Bauantrag eines heimischen Paares aus dem Ortsteil Winzer war bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Aletshausen erneut Thema. Dieses hat im Mai 2019 einen Bauplan eingereicht, der nicht den Vorgaben des Bebauungsplanes (BBP) entsprach und bei dem Befreiungen notwendig gewesen wären. Bürgermeister Georg Duscher und das Ratsgremium hatten damals Bedenken, ob das Landratsamt (LRA) den Bauplan überhaupt genehmigen werde, und lehnten den Antrag einstimmig ab. Um Sicherheit zu bekommen, empfahl Duscher, zuerst mit dem LRA Rücksprache zu halten.

Kurz zur Vorgeschichte: Da in Winzer der Bedarf nach Bauplätzen bestand, hatte sich die Gemeinde Ende 2014 entschlossen, im vereinfachten Verfahren eine Einbeziehungs-Satzung (EBS) für das Gebiet „Südwestlicher Ortsrand“ zu erstellen. Dies war erforderlich, da kein Flächen-Nutzungsplan für das Dorf existiert. Nun wurde diese EBS zum Pferdefuß, da sich die Bauherren nicht an die Vorgaben des BBP hielten und etliche extreme Befreiungen beantragt hatten.

Geplant ist ein Einfamilienhaus mit den Maßen zwölf auf elf Meter. Die Doppelgarage ist teilunterkellert und soll sieben auf acht Meter groß werden. Vorgesehen ist auch ein Satteldach mit einer Dachneigung von 48 Grad. Diese darf aber nur zwischen 35 und 45 Grad betragen. Als Kniestockhöhe sind nur 1,2 Meter vorgesehen, geplant sind aber zwei Meter. Die beiden sprachen beim Bauamt des LRA vor, bekamen dort aber keine Auskunft. Dies berichtete der Bauherr im Gemeinderat bei der erneuten Vorlage des Bauplanes. Daraufhin genehmigte die Gemeinde den Plan. Postwendend kam vom LRA ein Einspruch mit der Forderung, dass die Gemeinde zuerst die EBS für Winzer „Südwestlicher Ortsrand“ ändern müsse, bevor das Amt seine Zustimmung erteilen könne. Um dem Paar nun endlich zu einer Baugenehmigung zu verhelfen, wurde die EBS bezüglich des vorgelegten Bauplanes mit 13:0 geändert. Zur Beteiligung der Öffentlichkeit wird die Satzungsänderung vier Wochen öffentlich ausgelegt.

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Von der Katholischen Dorfhelferinnen- und Betriebshelfer-Station Günzburg lag ein Antrag auf Bezuschussung vor. Wie der Bürgermeister anmerkte, sei diese auch im letzten Jahr in der Gemeinde in landwirtschaftlichen Betrieben und Privathaushalten tätig gewesen. Ohne Gegenstimme wurden, wie auch schon in den letzten Jahren, zehn Cent pro Einwohner als Zuschuss beschlossen. Dies mache für die Gemeinde 120 Euro aus.

In der Wirtsgasse von Aletshausen wurde der Anbau eines Ladengeschäftes an ein bestehendes landwirtschaftliches Nebengebäude vorgenommen. Dort werden künstlerische Betonarbeiten und Dekoartikel aus Beton verkauft, die in der als Werkstatt umgebauten Scheune hergestellt werden. Bau und Nutzungsänderung wurden nachträglich genehmigt.

An der Aletshausener Straße in Winzer ist die Errichtung eines Einfamilienhauses geplant. Das eingeschossige Wohngebäude soll 9,15 auf 12,30 Meter groß werden. Beim Dachausbau ist eine Widerkehrgaube vorgesehen. Das Giebeldach bekommt eine Ziegeleindeckung. Die Doppelgarage hat die Maße sieben auf sieben Meter. Da der Bauherr die Baulinie überschreitet und einen höheren Kniestock möchte, wurden bei der einstimmigen Genehmigung auch die Befreiungen erteilt.

Bürgermeister Duscher teilte mit, dass die Absauganlagen für die drei Feuerwehren der Gemeinde inzwischen montiert und betriebsbereit seien.

Durch die Sperrung der B16 zwischen Loppenhausen und Haupeltshofen (wir berichteten), kommt es durch die Umleitung zu einem hohen Verkehrsaufkommen in Winzer und Haupeltshofen, informierte Duscher weiter. Waren es früher täglich rund 400 Fahrzeuge, so sind es aktuell über 1000. Das hat die Gemeinde veranlasst, ihre mobile Geschwindigkeitsmessstation in Winzer aufzustellen. Gemessen wurden 12000 Fahrzeuge, über 6000 waren deutlich schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer. Um dieses einzuschränken, wird ins Auge gefasst, dass die Polizei selbst Geschwindigkeitsmessungen vornehmen soll. Dies soll auch in Haupeltshofen gemacht werden, um auch dort den Verkehr einzubremsen.

Der Bürgermeister gratulierte dem neuen Gemeinderatsmitglied Andreas Liebhaber aus Wasserberg nach zwei Söhnen zur Geburt einer Tochter. Lena und Mama Svenja seien wohlauf. Über den Nachwuchs freuten sich auch die Kollegen des Rates und gratulierten dem stolzen Papa ebenfalls recht herzlich.

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