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Ursberg

25.03.2015

Die Feuerwehrleute sind „unbezahlbar und unersetzlich“

Das Feuerwehr-Ehrenzeichen für 40 Jahre aktive Dienstzeit als Kreisbrandmeister und Schiedsrichter erhielt Ewald Beuter aus Ichenhausen von Kreisbrandrat Robert Spiller (links).
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Das Feuerwehr-Ehrenzeichen für 40 Jahre aktive Dienstzeit als Kreisbrandmeister und Schiedsrichter erhielt Ewald Beuter aus Ichenhausen von Kreisbrandrat Robert Spiller (links).
Bild: Hans Bosch

Die Feuerwehrleute in den Landkreiswehren leisteten vergangenes Jahr 51 500 Einsatzstunden. Die Grenzen der Belastbarkeit sind erreicht, vor allem bei tragischen Unglücksfällen.

Von den 4160 Dienstleistenden bei den 111 Feuerwehren im Landkreis Günzburg haben sich im vergangenen Jahr 1253 einer freiwilligen Weiterbildung unterzogen. Das ist für Kreisbrandrat Robert Spiller, den obersten Chef der Kreisfeuerwehren und Landrat Hubert Hafner der Beweis: Alle freiwilligen Helfer, darunter 328 Feuerwehrfrauen, sind zu diesem lobenswerten ehrenamtlichen Engagement bereit und erfüllen die wichtige Pflichtaufgabe der Kommunen, Notleidenden und Hilfesuchenden das ganze Jahr bei Tag und Nacht auf Knopfdruck zur Verfügung zu stehen. Für den Kreisbrandrat sind diese Leistungen im Ehrenamt „unbezahlbar“ und für den Kreischef „unersetzlich“.

Für drei Menschen kam jede Hilfe zu spät

Voll gefüllt zeigte sich der Bräuhaussaal in Ursberg bei der jährlichen Dienstversammlung der Kommandanten und des Kreisfeuerwehrverbandes Günzburg. Spiller begrüßte alle Abordnungen der einzelnen Feuerwehren, bevor Kreisbrandinspektor Erwin Schneider elf neue Kommandanten und zwölf neue Stellvertreter vorstellte. Im Einsatz waren die Wehren an 2014 bei 1828 Einsätzen für die insgesamt 51 500 Stunden aufgewendet werden mussten. Die bedauerlichsten Ereignisse: Beim Brand eines Autos bei Roßhaupten kamen zwei Menschen ums Leben und bei einem Wohnungsbrand in Ziemetshausen ein kleines Mädchen.

Breiten Raum in Spillers Ausführungen nahm die Weiterbildung der Aktiven ein, wobei er die Atemschutzlehrgänge mit 81 Teilnehmern, die Kurse im Umgang mit Chemie und die Fortbildung für Sprechfunker besonders herausstellte. Allein das Pilotseminar für Technische Hilfeleistung durch die Feuerwehrschule Geretsried in Burgau sei von 370 Personen besucht worden. Der Weiterbildung dienen auch die 457 abgelegten Leistungsabzeichen, darunter 53 mal in der höchsten Stufe Gold-Rot. Auch andere Einrichtungen nutzen das Können der Feuerwehr: 250 Mitarbeiter von Behörden, Kommunen, Firmen und dem Krumbacher BRK-Altenheim wurden im Umgang mit Handfeuerlöschern unterwiesen.

114 Jugendliche rückten in den aktiven Dienst der Feuerwehr nach

Positives meldete ebenso Kreisjugendwart Markus Link, wenngleich mit derzeit 81 Jugendgruppen und 641 Aktiven ein „leichter Rückgang“ zu verzeichnen gewesen sei. Immerhin konnten 114 Jugendliche dem „aktiven Dienst“ übergeben werden. Landrat Hafner dankte für die „professionelle Arbeit und Zuverlässigkeit der Feuerwehr-Aktiven“ und versprach, auch künftig um eine entsprechende Geräteausstattung bemüht zu sein. Rasch abgehandelt wurde von Schatzmeister Martin Mayer der Kassenstand, wenngleich sich zeigte, dass der Mitgliedsbeitrag als „durchlaufender Posten“ größtenteils an den Landesverband abzuführen ist.

Nach der Verleihung des Feuerwehrehrenzeichens für 40 Jahre aktiven Einsatz durch Spiller und Hafner an den Ichenhauser Ewald Beuter wurde die Thannhauser Feuerwehrfrau Edith Petrik für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen im Landkreis mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Schließlich erhielten noch sieben Aktive durch die zuständigen Kreisbrandinspektoren die Inspektionsnadel in Silber.

Neu bei der Regierung von Schwaben für den Brand- und Katastrophenschutz und damit für die Feuerwehren zuständig ist Silvia Wallasch, die sich vorstellte. Gleiches taten Dorothea Mayer und Johannes Stötter, die in gleicher Funktion am Landratsamt Günzburg tätig sind. Aktuell war der Abschluss dieser Dienstversammlung durch Franz Durm. Als Beauftragter für den Aufbau einer psychosozialen Notfallversorgung im Kreis ist er sich bewusst: „Der Betreuungsbedarf für die Helfer nach belastenden Einsätzen steigt.“ Doch er ist guten Mutes, denn die Ansätze für die Bildung eines schlagkräftiges Teams seien vorhanden.

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