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Krumbach

15.01.2019

Die Kraft des Lichts im Wasserschloss in Krumbach

Zwei ganz unterschiedlich arbeitende Künstlerinnen zeigt die Galerie am Wasserschloss bis zum 17. Februar. Unsere Bild zeigt (von links) Sonja Acri, Laudator Sigurd Rakel, Galerist Karlheinz Schoblocher und Holly Nath.
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Vernissage in der Galerie in der Karl-Mantel-Straße. Was die Farbgebung bei zwei Künstlerinnen bewirkt.

Den einleitenden Satz zu den Bildern von Sonja Acri und Holly Nath, die bis zum 17. Februar in Karlheinz Schoblochers Galerie am Wasserschloss zu sehen sind, hatte Sigurd Rakel von einer Besucherin der Vernissage aufgeschnappt: Licht bringt Kunst in den trüben Tag. Das Licht, ein strahlendes und starkes Licht, dominiert die Gemälde von Holly Nath. Sigurd Rakel bezog sich auf die Herkunft der Künstlerin, die in Australien aufgewachsen ist und ganz offenbar die dortigen Lichtverhältnisse in ihre Bilder importiert.

Rene Magritte sei Vorbild für sie, habe Holly Nath erklärt. Der Bogen vom belgischen Surrealisten zu Holly Nath lasse sich leicht spannten, meinte Rakel. Beide Künstler bevorzugten starke Farben, eine naturalistische Detailgenauigkeit und den Versuch, die banalen Dinge des Alltags in magische Zusammenhänge zu rücken. Bezüglich der schwäbischen Landschaften, einem bevorzugten Sujet von Holly Nath, hatte Rakel einen durchaus nicht unernst gemeinten Rat bereit: Wären die Formate dieser Bilder deutlich größer, entstünde die Illusion, in sie hinein zu wandern, was den magischen Reiz steigern würde.

Ein starker Gegensatz

Den starken Gegensatz der beiden Künstlerinnen fand der Laudator ungemein spannend. Hier leuchtende Farbe, dort Grau und Rost. Sonja Acri arbeitet viel mit Marmormehl und Eisenpartikeln, wobei die Veränderungen des Materials durch das Rosten eine tragende Rolle spielen. Die Bilder selbst hätten kein Sujet, erklärte Rakel, der Malvorgang selbst werde zum Sujet. Begeistert zeigte er sich über das, was das Material selbst schließlich bewirke. Schneelandschaften könne man in den Bildern Acris sehen und auf einem der Bilder erkenne er Venedig, das Blau des Wassers in Kombination mit den verwitternden Fassaden der Paläste. Das Morbide der Lagunenstadt bekomme hier eine eigene Gestalt und Kraft.

Galerist Karlheinz Schoblocher berichtete kurz über das erste Jahr seiner Galerie. In vier Ausstellungen habe er 13 Künstler präsentiert. Zwei Kurse zum Aktzeichnen seien durchgeführt worden, demnächst gebe es den ersten Malkurs für Kinder. (hli)

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